Vergewaltigungs-Opfer in Indien

Asche in den Ganges gestreut

Die Asche jener 23-jährigen Studentin aus Indien, die am Samstag ihren schweren Verletzungen nach einer Vergewaltigung erlegen war, wird im Kreis der Familie in den Ganges gestreut.

Die Asche des Opfers einer Gruppenvergewaltigung in Indien ist in den Ganges gestreut worden. Familienmitglieder hätten an der Flussbestattung am Dienstag teilgenommen, teilten die Behörden mit. Es habe sich um eine private Zeremonie gehandelt. Der Ganges ist der heilige Fluss der Hindus.

Die 23-jährige Studentin war am Samstag ihren schweren Verletzungen erlegen. Sie war am 16. Dezember in einem Bus von sechs Männern eine Stunde lang vergewaltigt und mit einer Eisenstange misshandelt worden. Am Dienstag bestätigte die Polizei, sie werde die Todesstrafe für die Angreifer fordern. In Indien können Beamte der Staatsanwaltschaft ein Strafmaß empfehlen.

Nach der Tat war es in Indien zu massiven Protesten gegen Gewalt an Frauen gekommen. Die Probleme sind vielschichtig. Eine zunehmend westlich geprägte Kultur, in der Frauen eine wachsende Rolle im öffentlichen Leben spielen, trifft auf tief verwurzelten Chauvinismus. In Indien wird alle 20 Minuten eine Vergewaltigung gemeldet, die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. (rtr)

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