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Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung - Das ändert sich bei der Krankschreibung

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Von: Tobias Utz, Sophia Lother

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Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. © Patrick Pleul/dpa

Angestellte werden bei Krankschreibungen seit dem Jahreswechsel entlastet. Nach einer Änderung im Herbst kommt jetzt eine weitere Neuerung hinzu.  

Frankfurt – Wer sich krankschreiben lassen möchte, muss bereits seit Oktober 2021 keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung mehr per Post an seine Krankenkasse schicken.

Die AU, wie die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auch genannt wird, übermitteln die Arztpraxen seitdem digital an die Kassen. Zum Jahresbeginn wurde diese Maßnahme erweitert. Die neue Regelung gilt jedoch erst ab Mitte des Jahres 2022.

AU: Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden bei Krankschreibung entlastet

Spätestens ab dem 1. Juli 2022 soll die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung digital nicht nur an die Krankenkassen, sondern auch an die Arbeitgeber versendet werden – von der jeweiligen Krankenkasse.

Krankgeschriebene Angestellte müssen die AU („gelber Schein“) somit nicht mehr selbst zum Arbeitgebenden bringen beziehungsweise schicken. Damit entfällt diese Pflicht. Die Patientinnen und Patienten erhalten lediglich noch eine ausgedruckte Ausfertigung zur eigenen Dokumentation.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: Warum die AU „gelber Schein“ heißt

Warum heißt es eigentlich „Gelber Schein“? Diese eher umgangssprachliche Umschreibung für die Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit kommt daher, dass die ärztlichen Bescheinigungen, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bisher bekamen, eben auf gelbem Papier gedruckt waren. Der Abschied von der gedruckten Form der AU bedeutet dann gleichzeitig auch einen Abschied vom „Gelben Schein“.

Seit dem Jahreswechsel gibt es zahlreiche Veränderungen in Sachen Steuern und Sozialleistungen. Für manche sehen die Aussichten dabei jedoch rosiger aus als für andere. Ein Überblick. (tu/slo)

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