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Ein Anhänger, der vor 5G schützen soll, stattdessen aber ionisierende Strahlung abgibt.
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Ein Anhänger, der vor 5G schützen soll, stattdessen aber ionisierende Strahlung abgibt.

Strahlenschutzbehörde

Forschende warnen: „Anti-5G“-Accessoires sind radioaktiv

  • Lukas Rogalla
    VonLukas Rogalla
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Mehrere Produkte, die vor einer angeblich schädlichen 5G-Strahlung schützen sollen, erweisen sich selbst als gefährlich.

Frankfurt/Den Haag – Um sich vor angeblich hochgefährlicher 5G-Strahlung zu schützen, greifen einige Verschwörungstheoretiker:innen gerne auf bestimmte Accessoires zurück. Beweise dafür, dass 5G gesundheitsschädlich ist, gibt es allerdings nicht. Im besten Fall erweisen sich die Produkte dann als wirkungslos.

Doch „Anti-5G“-Schmuck kann selbst schädlich sein, wie die niederländische Behörde für nukleare Sicherheit und Strahlenschutz (ANVS) nun herausgefunden hat: Mehrere Produkte sind radioaktiv.

Radioaktiv: Behörde warnt vor „Anti-5G“-Produkten

Forschende der ANVS in Den Haag haben sich den Schmuck genauer angeschaut und nun eine Warnung für zehn Produkte herausgegeben, die mit einem vermeintlichen „5G-Schutz“ beworben werden. Sie sind nicht nur vollkommen nutzlos, sondern geben selbst ionisierende Strahlung ab, die schädlich sein kann. Bei den Produkten handelt es sich unter anderem um Schlafmasken, Halsketten, Armbänder oder Anhänger. Einige werden speziell für Kinder angeboten.

„Die in den untersuchten Produkten gemessene Strahlungsmenge ist gering“, heißt es im Bericht der ANVS. Jedoch könne der in den Niederlanden geltende Grenzwert für Strahlenbelastung bei längerem Tragen überschritten werden. Bei den Bändern und Ketten handelt es sich nämlich um Produkte, die üblicherweise den ganzen Tag lang getragen werden. Die Behörde kann gesundheitliche Schäden demnach nicht ausschließen. Beispielsweise kann es zu Rötungen der Haut kommen.

„Anti-5G“-Produkte: Radioaktiver Abfall

Die Behörde fordert Käufer:innen der radioaktiven Produkte auf, sie nicht mehr zu tragen und sicher zu verstauen. Weil es sich um radioaktiven Abfall handeln würde, sollen sie nicht im Mülleimer entsorgt werden. Käufer:innen sollen über die Händler sowie die Behörde über eine mögliche Rückgabe der Produkte informiert werden.

Die Niederlande verbieten den Verkauf von Produkten, von denen derartige radioaktive Strahlung ausgeht. Die ANVS habe die Händler informiert. Stellt die Behörde bei einer zweiten Kontrolle fest, dass der Verkauf nicht eingestellt wurde, können straf- oder verwaltungsrechtliche Schritte eingeleitet werden. Ausländischen Händlern kann der Verkauf nicht verboten werden, teilt die ANVS mit. Doch andere Behörden können mit einer entsprechenden Befugnis informiert werden.

WHO: 5G nicht gefährlich für die Gesundheit

Die Weltgesundheitsorganisation hat wiederholt die Sicherheit von 5G-Mobilfunknetzen betont, die sich nicht grundlegend von 3G- und 4G-Signalen unterscheide. Mobilfunknetze verwenden nicht-ionisierende Funkwellen, die die DNA nach dem derzeitigen Stand der Forschung nicht schädigen.

Entsprechende Gerüchte über die angebliche Gefahr von 5G halten sich dennoch hartnäckig. Im letzten Jahr haben sich 15 EU-Staaten an die Europäische Kommission gewandt, um verstärkt gegen kursierende Verschwörungstheorien vorzugehen. In den letzten Jahren kam es auch in Deutschland wiederholt zu Brandanschlägen auf Funkmasten. (Lukas Rogalla)

Nach der Atomkatastrophe in Fukushima lässt Japan radioaktives Wasser ins Meer fließen.

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