Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Eine Kamera wird in ein Loch im Eis ins Wasser geführt.
+
Die Kamera des Forschungsteam stieß zufällig auf Lebewesen unter Wasser.

Zufällig entdeckt

Forscher entdecken Leben in einem 900 Meter tiefen Bohrloch in der Antarktis

  • Zülal Acar
    VonZülal Acar
    schließen

Nur durch einen Zufall haben Forscher unter einer 900 Meter dicken Eisschicht in der Antarktis Leben entdeckt. Am Grund eines Bohrlochs stießen sie auf unerwartete Lebewesen.

Antarktis - Tief unter dem Eis der Antarktis herrscht eine alles andere als anheimelnde Atmosphäre. Wirklich wohlfühlen dürfte sich dort augenscheinlich nichts und niemand. In komplette Dunkelheit gehüllt, umgeben von eisigen Minus-Temperaturen, haben es sich hier aber offenbar schon vor langer Zeit winzige Wesen gemütlich gemacht.

Unter der etwa 900 Meter dicken Eisdecke der Antarktis haben Wissenschaftler nun Lebensformen entdeckt, die an diese extremen Bedingungen angepasst sind. Die Forscher hatten eigentlich Bohrungen zwecks Bodenuntersuchungen in der Antarktis (*FR berichtete) durchgeführt. Sie seien quasi aus Versehen auf diese Wesen gestoßen, wie die Wissenschaftler im Fachjournal Frontiers in Marine Science berichten.

Dass sie ausgerechnet im, wie bislang angenommen, lebensfeindlichen Bereich unterhalb des Schelfeises auf Lebensformen gestoßen sind, war für alle Beteiligten eine große Überraschung. „Es ist ein bisschen verrückt“, sagte Huw Griffiths vom Polarforschungsprogramm British Antarctic Survey gegenüber The Guardian.

Leben unter Antarktis: Bisher zwei verschiedene Arten entdeckt

2015 und 2017 unternahm das internationale Polarforschungsteam zwei Bohrungen in der Antarktis. Sie wollten Sedimentproben vom Meeresboden entnehmen. Hierfür bohrten die Forscher durch eine dicke Eisdecke. Den Meeresboden erreichten sie dabei nicht, stießen dafür aber auf einen Fels.

Mit einer Kamera untersuchten sie ihn durch ein großes Loch im Eis. Unter dem Wasser entdeckten sie wenige Zentimeter kleine Organismen, die sich auf den Felsen tummelten. Eine der entdeckten Arten ist etwa so groß wie eine Münze und rundlich, die andere ist länglicher und fünf bis zehn Zentimeter groß. Zu welchen Organismengruppen diese Wesen gehören, was sie fressen und wann sie sich dort ansiedelten, wissen die Wissenschaftler nicht.

Sie wissen auch nicht, was mit den Lebewesen passiert, falls das Schelfeis über ihnen zerbricht. Schelfeis entsteht, wenn Gletscher massive Eisplatten ins Meer schieben. Laut planet-wissen.de entspricht die Fläche des größten Schelfeises ungefähr der Größe Frankreichs. *FR ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare