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Ein Zug der Hessischen Landesbahn passiert eine Brücke in Bad Berleburg. Mehrere Gullydeckel, die auf Höhe der Fahrerkabine an Seilen von der Brücke baumelten, durchschlugen die Frontscheibe eines auf der Strecke zwischen Bad Berleburg und Erndtebrück fahrenden Zuges.

Nordrhein-Westfalen

Anschlag auf Regionalzug: Gullydeckel schlagen in Zug ein

In Bad Berleburg durchschlagen von einer Brücke herabhängende Gullydeckel die Scheibe eines Zuges. Die Mordkommission ermittelt.

Aktualisierung vom 14.4.: Die Behörden suchen „mit Hochdruck“ nach Hinweisen auf den Täter. Das erklärte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Anschlag auf Regionalzug

Unbekannte haben am Samstagmorgen einen Anschlag auf einen Regionalzug in Nordrhein-Westfalen verübt. 

Wie die Polizei in Hagen und die Staatsanwaltschaft in Siegen mitteilten, seilten sie nach ersten Ermittlungen gegen 06.25 Uhr mehrere Gully-Deckel von einer Brücke in Bad Berleburg bis auf Höhe der Fahrerkabine ab. Der Lokführer wurde leicht verletzt, er habe sich „instinktiv richtig“ verhalten, hieß es. Die zuständige Mordkommission nahm Ermittlungen wegen versuchten Mordes auf.

Lokführer der Regionalbahn um ein Haar schwer verletzt 

Die Gully-Deckel durchschlugen laut der gemeinsamen Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft die Frontscheibe des Zuges der Hessischen Landesbahn, der sich auf einer Leerfahrt ohne Fahrgäste befand. Nur einer instinktiv richtigen Reaktion des 49-jährigen Lokführers sei es zu verdanken, dass dieser nicht schwer verletzt oder getötet worden sei. 

In der Nacht zum Freitag waren den Angaben der Polizei zufolge in der Stadt Hilchenbach westlich vom Tatort vier Gullydeckel gestohlen worden. Die Polizei rief Zeugen auf, sich zu melden. Die Zugstrecke führt von Bad Berleburg in Nordrhein-Westfalen über Siegen nach Altenkirchen in Rheinland-Pfalz. (afp/dpa)

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