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Merkel machte Deutschland abhängig von Putins Gas – Jetzt muss Spanien schwitzen

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Von: Moritz Serif

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Donald Trump sagte einst, dass Deutschland ein Gefangener Russlands sei. In der Energiekrise müssen andere Länder die Zeche zahlen.

Madrid – „Ich habe nicht an Wandel durch Handel geglaubt, aber an Verbindung durch Handel, und zwar mit der zweitgrößten Atommacht der Welt“, sagte Ex-Kanzlerin Angela Merkel einst über ihre Russland-Politik und den Bau von Nord Stream 2. Ausgerechnet Ex-US-Präsident Donald Trump sagte eins: „Deutschland ist ein Gefangener Russlands.“

Fakt ist: Die ehemalige Bundeskanzlerin hatte in ihrer Amtszeit die eingeleitete Energie-Wende zu erneuerbaren Rohstoffen, die Rot-Grün unter Gerhard Schröder eingeleitet hatte, rückgängig gemacht.

Merkel brachte Deutschland in Russlands Abhängigkeit

Gleichzeitig begab sich Deutschland während der Amtszeit in die russische Gasabhängigkeit und baute keine Terminals für Flüssiggas - das Gleiche tat Markus Söder in Bayern. Das sind die Hauptgründe, warum die Bundesrepublik nun nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs und den verhängten Wirtschaftssanktionen gegen Russland tief in der Energiekrise steckt.

Ein Foto aus gemeinsamen Zeiten: Angela Merkel und Wladimir Putin
Ein Foto aus gemeinsamen Zeiten: Angela Merkel und Wladimir Putin (Archivbild). © Kay Nietfeld/dpa/picture alliance

Ausgerechnet Spanien möchte nun beziehungsweise muss für Deutschland schwitzen. Die Regierung hat ein umfassendes Maßnahmenpaket zur Einsparung von Energie verabschiedet, um die Abhängigkeit von russischem Gas weiter zu reduzieren. Die Maßnahmen gelten für Geschäfte, kulturelle Einrichtungen und den Verkehrssektor, also auch für Flughäfen und Bahnhöfe, wie Umweltministerin Teresa Ribera am Montagabend (1. August) nach einer Kabinettssitzung sagte.

Wegen Merkel und Deutschland muss Spanien schwitzen

Überall dort soll im Winter nur noch auf maximal 19 Grad geheizt und im Sommer nicht unter 27 Grad gekühlt werden. In Geschäften sollen Schaufenster nach Ladenschluss nicht mehr beleuchtet und das Licht in öffentlichen Gebäuden bei Nichtnutzung ausgeschaltet werden. Im Privatsektor werden die Beschäftigten angehalten, möglichst mobil oder von zu Hause aus zu arbeiten, wenn das geht und wenn es zu Energieeinsparungen führt. Die Maßnahmen sollen binnen einer Woche greifen.

Nun orientiert sich Spanien am kürzlich von der EU beschlossenen Gas-Notfallplan. Dieser sieht vor, dass die Mitgliedsländer auf freiwilliger Basis von August bis Ende März je 15 Prozent Gas einsparen - verglichen mit dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre dieser Periode. Deutschland will möglichst mehr Gas einsparen. (mse)

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