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Blick auf ein Wohnhaus in Frankenthal. Hier soll ein Mann sein zwei Monate altes Baby aus dem Fenster seiner Wohnung im zweiten Stock geworfen und getötet haben.

Babymordprozess

Angeklagter muss aus U-Haft entlassen werden

Der Mann sitzt seit zweieinhalb Jahren ohne Urteil in Untersuchungshaft und muss deshalb freigelassen werden.

Der Angeklagte im Frankenthaler Babymordprozess muss nach einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Zweibrücken aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Die Richter in Zweibrücken reagierten damit am Donnerstag auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das die Inhaftierung wegen der langen Verfahrensdauer als unzureichend begründet ansieht. Der Mann sitzt seit zweieinhalb Jahren ohne Urteil in Untersuchungshaft.

Der 35-Jährige soll 2016 seine zwei Monate alte Tochter aus dem zweiten Stock eines Hauses geworfen und so getötet haben. Neben Mord wird dem Deutschen auch versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und Geiselnahme vorgeworfen.

Die Karlsruher Richter hatte unter anderem eine äußerst geringe Verhandlungsdichte beim Landgericht Frankenthal kritisiert. Die am Donnerstag vom Oberlandesgericht verfügte Entlassung aus der Untersuchungshaft hat aber nichts mit der Frage zu tun, ob der 35-Jährige bei einer Verurteilung eine Gefängnisstrafe erhält oder nicht. (dpa)

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