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Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien.

Boris Johnson

Angebliche Affäre: Arcuri verlangt Entschuldigung von Boris Johnson

Wenige Wochen vor der britischen Parlamentswahl hat sich die US-Unternehmerin Jennifer Arcuri emotional über eine mutmaßliche Affäre mit Premierminister Boris Johnson geäußert.

Update, 18.11.2019, 15.00 Uhr: Die US-Geschäftsfrau Jennifer Arcuri fühlt sich vom britischen Premierminister Boris Johnson in der Affäre um angeblich unrechtmäßig vergebene Fördergelder im Stich gelassen. Ihre Reputation habe ernsthaft Schaden genommen, erklärte Arcuri am Montag in Interviews mit britischen Fernsehsendern. Johnson habe sie "den Wölfen zum Fraß vorgeworfen". Dafür sei eine Entschuldigung angemessen. Besonders verletzt zeigte sie sich, weil der Regierungschef ihre Versuche der Kontaktaufnahme ignoriert haben soll.

Arcuri beantwortet keine Fragen zu der Art ihrer Freundschaft mit Johnson. Doch in einem BBC-Interview am Montag ließ sie durchblicken, dass es kein rein platonisches Verhältnis war. Es sei nicht nur eine sexuelle Intention gewesen, die Johnsons Interesse an ihr geweckt habe. "Er war sehr angetan von meiner Energie, meiner Fähigkeit, Sachen zu erledigen", so Arcuri. Johnson sollte die Tatsache anerkennen, dass sie für eine lange Zeit "Teil seines Lebens" gewesen sei.

Erstmeldung vom 17.11.2019

Rund dreieinhalb Wochen vor der britischen Parlamentswahl hat die US-Geschäftsfrau Jennifer Arcuri Premier Boris Johnson wegen seines Umgangs mit ihrer Beziehung schwere und emotionale Vorwürfe gemacht. Das frühere Model sagte dem Fernsehsender ITV in einem Interview, das am Sonntagabend ausgestrahlt werden sollte, Johnson habe sie brüsk abgewiesen, nachdem sie versucht habe, ihn um Rat zu fragen, wie man mit dem Medieninteresse an ihrer angeblichen Affäre umgehen solle. "Und ich fühlte mich so angewidert und gedemütigt, als mir gesagt wurde, es gehe um größere Dinge, lass gut sein, er (Johnson) ist zu beschäftigt für dich."

Vorwürfe gegen Johnson

Dem britischen Premier wird vorgeworfen, in seinem damaligen Amt als Londoner Bürgermeister das frühere Model begünstigt zu haben. Arcuri fügte in dem Interview direkt an Johnson gewandt hinzu: "Ich bin furchtbar untröstlich, dass du mich beiseite geworfen hast, als wäre ich irgendein Kobold." Sie sei nichts anderes als loyal, treu, unterstützend und ein echter Vertrauter von ihm gewesen. "Ich habe deine Geheimnisse bewahrt, und ich war dein Freund." Sie fügte hinzu: "Und ich verstehe nicht, warum du mich abgeblockt und ignoriert hast, als wäre ich ein flüchtiger One-Night-Stand oder ein Mädchen, das du in einer Bar aufgegabelt hast."

Boris Johnson weist die Anschuldigungen zurück

Bei den Begünstigungs-Vorwürfen geht es um Fördergelder und die Teilnahme an Reisen, von denen Arcuri profitiert haben soll, obwohl sie nicht die erforderlichen Bedingungen erfüllte. Boris Johnson wies die Anschuldigungen zurück. Arcuri wollte sich nicht zu der vermeintlichen Affäre äußern. (dpa/afp)

Im Missbrauchsskandal um den verstorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein hat Prinz Andrew die Vorwürfe einer Frau bestritten, mit ihr als damals 17-Jähriger Sex gehabt zu haben.

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