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Amber Heards Anwälte beantragen Aufhebung des Urteils

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Von: Karolin Schäfer

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Amber Heard und Johnny Depp, beide Schauspieler aus den USA, sehen zu, wie die Jury den Gerichtssaal des Fairfax County Circuit Courthouse verlässt.
Amber Heard und Johnny Depp, beide Schauspieler aus den USA, sehen zu, wie die Jury den Gerichtssaal des Fairfax County Circuit Courthouse verlässt. © Steve Helber/dpa

Mehr als sechs Wochen wurde der Verleumdungsprozess zwischen Johnny Depp und Amber Heard ausgetragen. Nun wollen Heards Anwälte das Urteil der Jury aufheben.

Fairfax – Der sechswöchige Verleumdungsprozess zwischen den Ex-Eheleuten Johnny Depp und der US-Schauspielerin Amber Heard in den USA schien nach der Urteilsverkündung beendet zu sein. Nun will Heard gegen das Urteil der Jury vorgehen. Ihre Anwälte beantragten, das Urteil gegen die Schauspielerin aufzuheben. Das geht aus einem Dokument vom Freitag (1. Juli) hervor, über das US-Medien am Sonntag (3. Juli) berichteten.

Nach dem Prozess, der intensiv von der Öffentlichkeit begleitet wurde, hatte sich die Jury Anfang Juni größtenteils auf die Seite von Johnny Depp gestellt – aber auch Heard in einigen Punkten recht gegeben. Im Kern der Zivilklage warfen sich die einstigen Eheleute häusliche Gewalt vor. Wegen Verleumdung muss Heard ihrem Ex-Ehemann über zehn Millionen Dollar Schadenersatz zahlen. Depp schuldet Heard nach Entscheidung der Jury zwei Millionen Dollar für Aussagen seines Ex-Anwalts, die Heards Ruf geschädigt haben sollen. 

Johnny Depp gegen Amber Heard: Anwälte wollen Urteil gegen Schauspielerin aufheben

Grund für die von Depp eingereichte Klage war ein 2018 von der Washington Post veröffentlichter Kommentar, in dem sich Heard als Opfer häuslicher Gewalt beschrieb. Zwar wurde Depp darin von ihr nicht namentlich genannt, aber der „Fluch der Karibik“-Star sah sich damit als Opfer von Falschaussagen gebrandmarkt und klagte wegen Verleumdung auf 50 Millionen Dollar Schadenersatz. 

Neben inhaltlichen Argumenten werfen Heards Anwälte dem Gericht nun auch vor, die Identität eines Jurors in der Jury nicht geprüft zu haben. „Es ist unklar, ob der Geschworene Nr. 15 tatsächlich jemals zum Dienst als Geschworener vorgeladen wurde oder für die Teilnahme am Gremium qualifiziert war“, hieß es. (kas/dpa)

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