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Zunehmende Zerstörung vom Amazonas-Regenwald durch illegale Brandrodungen und Holzfäller.
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Zunehmende Zerstörung vom Amazonas-Regenwald durch illegale Brandrodungen und Holzfäller.

Neue Studie

Amazonas-Regenwald stößt mehr CO2 aus als er bindet - Forscher sprechen von Kipppunkt

  • vonDavid Suárez Caspar
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Eine Studie legt die besorgniserregende CO2-Bilanz des Amazonas-Regenwalds der letzten Jahre offen. Forscher fürchten, dass die „Veränderung irreversibel“ werden könnte.

Frankfurt/Brasilia - Der Amazonas-Regenwald hat im vergangenen Jahrzehnt fast 20 Prozent mehr CO2 in die Atmosphäre ausgestoßen als er aufgenommen hat. Das besagt eine am Donnerstag (29.04.2021) in der Zeitschrift „Nature Climate Change“ veröffentlichte Studie. Die Studie verglich dazu die aufgenommene CO2-Menge mit dem durch Brandrodung und Zerstörung freigesetzten Kohlenstoffdioxid.

Die Zahlen zeigen, „dass der brasilianische Amazonas-Regenwald gekippt ist und jetzt ein Netto-Emittent ist“, erklärt Jean-Pierre Wigneron vom französischen Nationalen Institut für Agronomieforschung (Inra). „Wir wissen nicht, ab welchem Punkt diese Veränderung irreversibel werden könnte.“

Amazonas-Regenwald in Brasilien: Zunehmende Zerstörung durch Brände und Holzfäller

In den Jahren 2010 bis 2019 speicherte der Amazonas-Regenwald rund 13,9 Milliarden Tonnen CO2, setzte aber 16,6 Milliarden Tonnen ab. Die Studie legte zudem die zunehmende Zerstörung durch Brandrodungen und Holzfäller offen. Das Ausmaß der Abholzung in 2019 stieg im Vergleich zu den Vorjahren von einer Million Hektar auf 3,9 Millionen an - eine Landfläche im Maßstab der Niederlande.

Die Inra sieht die brasilianische Politik als möglichen Grund. Mit dem Amtsantritt des rechtsradikalen Präsidenten Jair Bolsonaro im Januar 2019 verloren umweltschützende Maßnahmen an Bedeutung, teilte das Forscher-Institut mit.

Brasilien macht Sorgen: Klimawandel braucht intakte Ökosysteme

Um den Klimawandel zu bekämpfen und steigenden C02-Emissionen entgegenzuwirken, braucht es intakte Ökosysteme. Allein 2019 wurden mehr als 40 Milliarden Tonnen CO2 ausgestoßen. In den letzten 50 Jahren haben Pflanzen und Böden etwa 30 Prozent und Ozeane mehr als 20 Prozent dieser Emissionen absorbiert. Besonders der tropische Regenwald nimmt viel CO2 auf. Rund die Hälfte dieser Wälder liegt im Amazonasbecken. (David Suárez Caspar mit afp)

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