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Alte Recken, harte Wetten

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Von: Boris Halva

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Heino singt im Mai 2019 zum Sendungsjubiläum „25 Jahre Brisant“ im Mitteldeutschen Rundfunk – und betont: „Ich singe weiter, bis ich umfalle oder mich keiner mehr hören will.“ Alexander Prautzsch/dpa
Heino singt im Mai 2019 zum Sendungsjubiläum „25 Jahre Brisant“ im Mitteldeutschen Rundfunk – und betont: „Ich singe weiter, bis ich umfalle oder mich keiner mehr hören will.“ Alexander Prautzsch/dpa © Alexander Prautzsch/dpa

Und ein paar schlagende Argumente gegen schlechte Musik auf dem Weinfest

Wer sein Leben ganz und gar den Brettern, die die Welt bedeuten, widmet, dem fällt der Abschied von der Bühne mitunter schwer. Wie sagte es Schlagersänger Heino im Mai 2019 so eindrücklich? „Ich sage jetzt einfach: Ich singe weiter, bis ich umfalle oder mich keiner mehr hören will.“ Dass keines der beiden Szenarien eingetreten ist, scheint den 83-jährigen „Caramba-Caracho, ein Whiskey“-Barden derart zu beflügeln, dass er nicht nur weiter und weiter singen, sondern auch neue Zielgruppen für sich erschließen will.

So verriet Heino jüngst dem steirischen „Sonntagsblatt“, dass er mit seiner „Kirchentournee 2022“ auch ein jüngeres Publikum in die Kirchen locken wolle. Ein kluger Plan, allerdings: Unter jenen, die davon erfuhren, merkten einige an, dass es für Heino ja auch schwierig sein dürfte, älteres Publikum anzulocken – es sei denn, er würde nach der Tour durch Österreich und Deutschland noch ein paar Konzerte in Japan dranhängen...

Ganz gleich, ob alt, ob jung – und abgesehen davon, dass sich über Geschmack trefflich streiten lässt: Das mit dem Publikum ist ja so eine Sache, wie sich am Dienstag in Landshut zeigte. Weil einer 27-Jährigen nicht gefiel, dass auf dem Weinfest an einer Hochschule der – wir sagen das jetzt ohne die weithin bekannten Zuschreibungen – Partyhit über die Puffmama „Layla“ gespielt wurde, wandte sie sich an den Veranstalter des Festes. Was der auf ihre Kritik an dem Lied erwidert hat, wurde von der Polizei leider nicht überliefert. Sie meldete nur, dass die „erheblich alkoholisierte“ Frau dem Veranstalter „mit der Faust ins Gesicht“ schlug und nun wegen Körperverletzung angezeigt werde.

Etwas glimpflicher davon gekommen ist ein 17-Jähriger, der in der Nacht zu Montag auf seinem Roller durch die Gegend knatterte. Als ihn eine Polizeistreife anhalten wollte, um ihn zu kontrollieren, gab er seinem Roller die Sporen. Als ihn die Polizei kurz darauf stoppen konnte, entdeckten die Beamt:innen , dass der junge Mann weder Hose noch Unterhose anhatte. „Nach dem Grund dafür gefragt, habe er angegeben, eine Wette verloren zu haben“, heißt es taktvoll in der Meldung. Und als ob das nicht schon peinlich genug gewesen wäre: Der 17-Jährige wurde noch „wegen Belästigung der Allgemeinheit belehrt und über sein Fehlverhalten aufgeklärt“ und dann aus der Kontrolle entlassen – „inzwischen voll bekleidet“. Und das Beste daran: Er und seine Clique lachen wahrscheinlich heute noch darüber! boris halva

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