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Alptraumwoche für Langfinger

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Von: Andreas Sieler

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Zweimal in dieselbe Wohnung einsteigen – keine gute Idee.
Zweimal in dieselbe Wohnung einsteigen – keine gute Idee. © Silas Stein/dpa

Für manche Diebe lief die Woche eher schlecht, für andere sogar traumatisch.

Was für eine Woche. Und wo sie sich nun zum Ende hin neigt, stellen wir fest, es ist ein bisschen was abhandengekommen, war aber unterm Strich keine allzu glückliche Zeit für Diebesgesindel.

Das belegt eine Geschichte aus Mannheim. Dort ist ein 32-jähriger Einbrecher in eine Wohnung eingestiegen, wurde jedoch direkt vom Wohnungsinhaber gestellt und musste ohne Beute seine Flucht antreten. Das hielt ihn aber nicht davon ab, wie Polizei und Staatsanwaltschaft wissen lassen, 40 Minuten später nochmal in dieselbe Wohnung einzusteigen. Dort wurde er jedoch direkt vom Wohnungsinhaber gestellt und musste erneut ohne Beute seine Flucht antreten. Doch damit nicht genug: Nachdem er in einer anderen Wohnung noch eine im Resultat vergleichbare Performance ablieferte, hatte der Mann wohl schließlich doch noch sein Erfolgserlebnis. So soll er mutmaßlich ein Fahrrad aus einem Garten gestohlen haben. Dummerweise war das Fahrzeug langsamer als die Polizeikutsche – nun sitzt er in U-Haft.

Im baden-württembergischen Mietingen bei Ulm hat sich derweil ein Dieb oder eine Diebin zumindest in Teilen von der höflichen Seite gezeigt. Vielleicht waren auch mehrere am Werk, jedenfalls war dort bereits vor etwa einen Monat ein Anhänger verschwunden, der sich nun dann plötzlich an Ort und Stelle wieder einfand. Und nicht nur das: er war sogar frisch lackiert. Blau-Rot, die Farbwahl mag Geschmackssache sein, aber immerhin. Ganz glücklich dürften die Eigentümer dennoch nicht gewesen sein: Mehrere Tonnen Kies, die mit dem Anhänger verschwunden waren, blieben, wie der oder die Übeltäter, verschwunden.

Weniger Glück mit ihrer Beute hatten derweil Diebe in Indien: Diese hatten gleich 16 Götterstatuen aus einem hinduistischen Tempel mitgehen lassen. 14 davon haben sich sechs Tage später überraschend wieder eingefunden, wie die Deutsche Presseagentur berichtet. In einem Sack nahe dem Haus des Priesters , anbei ein handbeschriebener Zettel: die Diebe hätten unter Alpträumen gelitten und bäten um Vergebung. Zwei der Statuen fehlen zwar, die Polizei meldete aber, dass sie vier Verdächtige verhört. Falls es sich um die Ganoven handelt, dürften diese nun neuerliche Sorgen um den Schlaf bringen.

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