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Screenshot von Videos deutscher Schauspieler im Netz.
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Die Schauspieler kritisieren in der Satire-Aktion #allesdichtmachen die deutsche Corona-Politik.

Satire-Aktion von Schauspielern

Der Kopf hinter #allesdichtmachen: Gingen die Promis einem coronaskeptischen Unternehmer auf den Leim?

  • Zülal Acar
    VonZülal Acar
    schließen

Mehr als 50 Schauspieler veröffentlichten kritische Clips gegen die Corona-Politik. Die Aktion unter dem Hashtag #allesdichtmachen sorgt derzeit für Empörung im Netz.

Wer auf die Seite klickt, wird an eine IP-Adresse weitergeleitet, die für „localhost“ steht. Also versucht der Computer, die Webseite auf dem eigenen Server zu finden. Damit wurde die Webseite offline genommen. Gleichzeitig ist es so nicht mehr möglich zu sehen, wo die Domain liegt. Damit könnten Spuren des Urhebers verwischt werden.

Berlin - Die Satire-Aktion #allesdichtmachen, an der sich mehr als 50 prominente deutsche Schauspieler beteiligten, spaltet derzeit das Netz. Unter den Teilnehmern der Aktion befinden sich Künstler wie Jan Josef Liefers, Ulrich Tukur, Volker Bruch oder Meret Becker. Sie alle haben sich für die Aktion verabredet, gleichzeitig auf Plattformen wie Instagram oder YouTube satirische Clips zu veröffentlichen. Darin kritisieren sie auf zugespitzte Weise die Corona-Politik der Bundesregierung. In den sozialen Netzwerken solidarisieren sich viele Prominente mit den Schauspielern. Etwa rechtspopulistische Politiker. Die AfD-Bundestagsabgeordnete Joana Cotar etwa sprach auf Twitter von einem „intelligenten Protest“.

Doch #allesdichtmachen stößt auch auf massive Kritik (*FR berichtete), vor allem bei einigen Schauspielkollegen. Christian Ulmen schrieb auf seinem Instagram-Account, dass er sich für seine Kollegen „schäme“. Nora Tschirner sprach von Langeweile und Zynismus, die der Satire-Aktion zugrunde lägen.

#allesdichtmachen: Journalist kritisiert Verantwortlichen der Satire-Aktion

Doch wer ist eigentlich der Kopf hinter der umstrittenen Aktion? Investigativjournalist Daniel Laufer klärt bei Twitter auf: „Der laut Impressum für #allesdichtmachen Verantwortliche hat die Pandemie, die rund 3 Millionen Menschen das Leben gekostet hat, schon im Mai 2020 (!) verharmlost und mit einer Grippe gleichgesetzt.“

Laufer zufolge soll Bernd W. „damals wohl nicht eingesehen“ haben „einen Mundschutz zu tragen“. Bernd W. wird als Geschäftsführer von Wunder am Werk GmbH und Betreiber der Internetseite www.allesdichtmachen.de aufgeführt. „Aber ihr habt wahrscheinlich nicht gewusst, mit wem ihr euch einlasst, stimmt‘s?“, schreibt Laufer weiter.

Der Verantwortliche für die Aktion #allesdichtmachen hat bereits eine Vielzahl umstrittener Aussagen getätigt. So soll er beispielsweise Karl Lauterbach nach einem TV-Auftritt beschimpft haben: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Klappe halten“, soll W. geschrieben haben.

Zudem schreibt der Journalist Laufer auf Twitter, dass Bernd W. erst im August betont habe, „Investitionen in Krankenhäuser seien sinnvoller anstatt in Coronatests“. Laufer entgegnete dazu: „Tests, nicht Krankenhäuser, sind der Hauptgrund, dass seine Branche über Monate hinweg überhaupt noch irgendwie arbeiten konnte.“

Auch weist Laufer auf einen „äußerst interessanten Deal“ hin, den die Firma von Bernd W. in der Coronakrise schloss. So gründete das Unternehmen einen Streamingdienst kurz nachdem die Kinos in Deutschland im Lockdown schließen mussten. W.s Firma soll das Festival „Max Ophüls Preis“ gestreamt haben und erhielt dafür nach Informationen von Daniel Laufer 56.000 Euro Zuschuss vom saarländischen Wirtschaftsministerium. *FR ist ein Angebot von IPPEN.Media.

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