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Tod bei Drehabeiten

Nach Alec Baldwin äußert sich auch Regieassistent zu tödlichem Schuss

  • Anna Charlotte Groos
    VonAnna Charlotte Groos
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Nach dem tragischen Tod der Kamerafrau Halyna Hutchins nehmen Alec Baldwin und der Regieassistent erstmals öffentlich Stellung.

Update vom 2.11.2021, 08.30 Uhr: Der Regieassistent, der Hollywood-Star Alec Baldwin bei Dreharbeiten eine geladene Pistole überreicht hatte, hat sich erstmals öffentlich zu dem tödlichen Vorfall geäußert, zu seiner eigenen Rolle dabei jedoch geschwiegen. In einer am Montag (1.11.2021) von der New York Times veröffentlichten Erklärung schrieb David Halls, er sei „erschüttert und traurig“ über den Tod der Kamerafrau Halyna Hutchins bei dem Unglück.

Er hoffe, dass die „Tragödie“ die Filmindustrie dazu bewege, „ihre Werte und Praktiken zu überarbeiten, um sicherzustellen, dass nicht erneut jemand beim kreativen Prozess zu Schaden kommt“, so Halls.

Schauspieler Alec Baldwin äußert sich erstmals über den tödlichen Schuss am Filmset.

Nach dem tödlichen Schuss hatte Regieassistent Halls gegenüber der Polizei eingeräumt, nicht alle Kugeln in der Trommel des Colts überprüft zu haben, bevor er ihn Baldwin mit der Versicherung überreichte, die Waffe sei sicher.

„Sie war meine Freundin“ – Alec Baldwin äußert sich zu tödlichem Schuss

Erstmeldung: Manchester/New York – Nach dem tödlichen Schuss auf die Kamerafrau Halyna Hutchins (42) bei Dreharbeiten hat sich der Hollywood-Star Alec Baldwin* erstmals öffentlich geäußert. Auch die im Fokus stehende Waffenmeisterin meldete sich zu Wort. Dies berichtet die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag (31.10.2021).

„Sie war meine Freundin. An dem Tag, an dem ich in Santa Fe ankam, um mit den Dreharbeiten zu beginnen, habe ich sie mit Joel, dem Regisseur, zum Abendessen eingeladen“, sagte Baldwin über das Opfer gegenüber Paparazzi am Straßenrand im US-Bundesstaat Vermont am Samstag. Dies ist in einem Video zu hören, das laut Deutscher Presse-Agentur zuerst von der Klatschseite TMZ veröffentlicht wurde.

Nach tödlichem Schuss auf Kamerafrau in den USA: Waffenmeisterin weist Vorwürfe zurück

Der Vorfall ereignete sich während der Dreharbeiten zu dem Low-Budget-Western „Rust“ auf einer Filmranch in Santa Fe im Bundesstaat New Mexico am 21. Oktober. Baldwin hatte an dem Tag als Hauptdarsteller und Produzent bei dem Film mitwirkt. Bei einer Probe für eine Schussszene hatte er eine Requisitenwaffe abgefeuert. Dabei wurde die Chef-Kamerafrau Halyna Hutchins getroffen, die kurz darauf an den Folgen verstarb. Der Regisseurs Joel Souza (48) wurde an der Schulter verletzt. Ermittlungen ergaben, dass in dem Colt eine echte Kugel gesteckt hatte. Ein Regieassistent räumte später Fehler ein*. Er habe die Sicherheitsvorkehrungen nicht strikt befolgt und die Waffe nur unvollständig geprüft.

Bei den Ermittlungen stand vor allem die Waffenmeisterin im Fokus. Sie weist die Vorwürfe der Nachlässigkeit am Set jedoch zurück. Sie habe „keine Ahnung“, wo die dort gefundene scharfe Munition hergekommen sei, ließ die 24-Jährige über ihre Anwälte in einem Schreiben mitteilen, aus dem mehrere US-Medien am Freitag (Ortszeit) zitierten.

Alec BaldwinSchauspieler, Filmproduzent, Synchronsprecher
Geboren:3. April 1958 (Alter 63 Jahre), Amityville, New York, Vereinigte Staaten
Ehepartnerin:Hilaria Thomas (verh. 2012), Kim Basinger (verh. 1993–2002)

Sheriff über Umgang mit Waffen: „Am Set herrschte gewisse Nachlässigkeit“

Der örtliche Sheriff Adan Mendoza hatte mit Blick auf den Umgang mit Waffen gesagt: „Ich denke, an diesem Set herrschte eine gewisse Nachlässigkeit.“ Die Waffenmeisterin beklagte nun ihrerseits unsichere Arbeitsbedingungen. „Das gesamte Set wurde wegen verschiedener Faktoren unsicher, einschließlich fehlender Sicherheitsbesprechungen“, zitierten unter anderem der Sender NBC News und die Los Angeles Times aus dem Schreiben. Dies sei nicht die Schuld der Waffenmeisterin gewesen, so die Anwälte.

Die 24-Jährige sei gleich für zwei verschiedene Aufgaben eingestellt worden, weshalb es für sie extrem schwierig gewesen sei, sich auf ihre Arbeit als Waffenmeisterin zu konzentrieren. Vergeblich habe sie sich für mehr Zeit eingesetzt, um die Schauspieler zu schulen, die Waffen zu warten und Schussszenen vorzubereiten. Die junge Frau selbst sei wegen des Todes der Kamerafrau auch „am Boden zerstört“ und stehe völlig neben sich, hieß es weiter. Sheriff Mendoza sagte NBC News, die Erklärung der Waffenmeisterin sei wenig hilfreich: „Sie wirft mehr Fragen auf, als sie Antworten gibt.“

Kampagne für Waffenbeschränkungen in den USA: Alec Baldwin äußert sich nach tödlichem Schuss

„Es gibt zufällige Unfälle bei Filmsets von Zeit zu Zeit, aber nichts dergleichen“, sagte Baldwin laut der Agence France-Presse. Die Wahrscheinlichkeit für einen derartigen Unfall liege bei „eins zu einer Billion“. An der laufenden Kampagne in den USA* für eine Beschränkung von Waffen an Filmsets sei er „sehr interessiert“.

Zu den Ermittlungen dürfe er sich aber nicht äußern. Er wollte sich auch nicht dazu äußern, ob er je wieder einen Film mit Waffen drehen würde. Die Produktion von „Rust“, die unmittelbar nach dem Unfall abgebrochen worden war, werde nicht wieder aufgenommen, sagte Baldwin. Vor einigen Tagen traf er sich mit dem Witwer und dem Sohn der getöteten Kamerafrau*. (Anna Charlotte Groos mit dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Alec Tabak/dpa

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