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Tragödie am Set

Alec Baldwin erschießt Kamerafrau - Waffenmeisterin wehrt sich gegen schwere Vorwürfe

Nach dem Tod der Kamerafrau Halyna Hutchins wurden Vorwürfe gegen eine Waffenmeisterin laut. Nun wehrt sich die Beschuldigte.

Santa Fe - Die nach dem Tod einer Kamerafrau bei einem Filmdreh mit Hollywood-Star Alec Baldwin im Fokus stehende Waffenmeisterin wehrt sich gegen Vorwürfe der Nachlässigkeit am Set. Die 24-Jährige ließ ihre Anwälte gegenüber US-Medien mitteilen, „keine Ahnung“ zu haben, woher die scharfe Munition hergekommen sei, mit der Baldwin versehentlich die Kamerafrau Halyna Hutchins erschossen hatte.

Neben Hutchins hatte Baldwin am Set des Western „Rust“ auf einer Filmranch in Santa Fe im Bundesstaat New Mexico am 21. Oktober 2021 auch Regisseur Joel Souza getroffen. Souza, den die Kugel an der Schulter traf, wurde unlängst aus dem Krankenhaus entlassen. Ereignet hatte sich die Tragödie, als Alec Baldwin bei der Probe für eine Szene eine Waffe abgefeuerte, in der anstatt der üblichen Platzpatronen scharfe Munition lagerte.

Zuvor soll es am Set zu tumultartigen Szenen gekommen sein. Mehrere Angestellte hätten das Set verlassen, um gegen unzureichende Sicherheitsstandards zu protestieren, heißt es gemäß diverser US-Medien. Die Waffenmeisterin beklagte ihrerseits unsichere Arbeitsbedingungen. „Das gesamte Set wurde wegen verschiedener Faktoren unsicher, einschließlich fehlender Sicherheitsbesprechungen“, zitierten unter anderem die Los Angeles Times und der Sender NBC News aus dem Schreiben ihrer Anwälte. Dies sei nicht Schuld der Waffenmeisterin gewesen, so hieß es darin weiter.

Tragödie um Alec Baldwin und Kameraufrau: Waffenmeisterin verteidigt sich

Die 24-Jährige sei für zwei verschiedene Aufgaben eingestellt worden, von daher sei es für sie extrem schwierig gewesen, sich auf ihre Arbeit als Waffenmeisterin zu fokussieren. Darüber hinaus habe sie sich vergeblich für mehr Zeit eingesetzt, um die Schauspieler zu schulen, die Waffen zu warten und Schussszenen vorzubereiten. Wegen des Todes der Kamerafrau sei die junge Frau „am Boden zerstört“ und stehe völlig neben sich, hieß es weiter. Sheriff Mendoza kritisierte gegenüber NBC News, die Erklärung der Waffenmeisterin sei wenig hilfreich und werfe „mehr Fragen auf, als sie Antworten gibt.“

Ein wohl kurzfristig eingesprungener Regieassistent räumte gegenüber den Ermittlungsbehörden ein, die Sicherheitsvorkehrungen nicht strikt befolgt und die Waffe nur unvollständig geprüft zu haben. Die vorangegangenen Ermittlungen hatten ergeben, dass in dem als Requisite genutzten Colt eine echte Kugel steckte. Der mit den Ermittlungen betraute Sheriff Adan Mendoza sagte gegenüber US-Medien mit Blick auf den Umgang mit Waffen: „Ich denke, an diesem Set herrschte eine gewisse Nachlässigkeit.“ (msc mit dpa)

Rubriklistenbild: © Andres Leighton/dpa

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