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Tödlicher Schuss aus Requisitenwaffe

Nach tragischem Unglück am Set: Alec Baldwin trifft Witwer und Sohn der getöteten Kamerafrau

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  • Julian Dorn
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  • Vincent Büssow
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  • Katja Thorwarth
    Katja Thorwarth

Alec Baldwin tötet versehentlich eine Kamerafrau mit einer Requisitenwaffe. Nun hat sich der Schauspieler mit Witwer und Sohn der Verstorbenen getroffen.

Update von Sonntag, 24.10.2021, 20.34 Uhr: Alec Baldwin soll sich nach dem tragischen Unglück am Set mit der Familie von Kamerafrau Halyna Hutchins, die er versehentlich mit einer Requisitenwaffe tötete, getroffen haben. Baldwin war laut New York Post mit Witwer Matthew Hutchins und dem neunjährigen Sohn Andros frühstücken. Die drei trafen sich laut New York Post am Samstagmorgen (23.10.2021) in einem Hotel in Santa Fe in New Mexico, in dessen Nähe die Dreharbeiten stattfanden.

Auf Fotos der New York Post ist zu sehen, wie Baldwin, Hutchins und der Sohn der Verstorbenen anschließend über das Hotelgelände gehen. Der ganz in Schwarz gekleidete Schauspieler umarmt beide. Witwer Hutchins hatte der New York Post bereits zuvor gesagt: „Ich habe mit Alec Baldwin gesprochen. Er unterstützt mich sehr.“

Alec Baldwin tötet versehentlich Kamerafrau am Set: Witwer äußert sich auf Instagram

Hutchins hat sich inzwischen auch auf Instagram zu Wort gemeldet. Er postete drei Bilder von sich, seiner Frau und dem neunjährigen Sohn Andros. Dazu schrieb er lediglich: „Wir vermissen dich, Halyna!“ Auf den Post folgten zahlreiche Beileidsbekundungen in der Kommentarspalte.

In Hollywood ist derweil eine Debatte über das Streben nach immer mehr und immer billigeren Produktionen entbrannt. Litten unter dem Kostendruck etwa auch die Sicherheitsvorkehrungen am Set? „Wir haben uns diesen Unglück als Branche selbst zugefügt“, sagte ein namentlich nicht genannter Produzent dem Branchenmagazin Variety. Wegen des boomenden Bedarfs an Filmen und Serien durch neue Streaming-Angebote und immer mehr Sender sei es schwierig, erfahrene Fachleute für Sicherheit und andere Arbeiten am Set zu engagieren.

Nach tödlichem Unfall am Set von Alec Baldwin: Hollywood diskutiert über Sicherheit bei Dreharbeiten

Nach einem Bericht der Los Angeles Times sollen sich Mitarbeiter am Set über mangelnde Sicherheitsvorkehrungen beschwert haben. Die Zeitung schrieb unter Berufung auf ungenannte Quellen, mehrere Mitarbeiter der Kamera-Crew hätten wenige Stunden vor dem tödlichen Vorfall aus Protest gegen die Arbeitsbedingungen den Drehort verlassen. Die in Hollywood üblichen Sicherheitsprotokolle seien nicht strikt befolgt worden und auch versehentlich ausgelöste Schüsse habe es bereits gegeben, hieß es.

Die Produktionsfirma Rust Movie Productions wies die Vorwürfe zurück. Es seien keine offiziellen Beschwerden über die Sicherheit von Waffen oder Requisiten am Set bekannt gewesen, zitierte die New York Times aus einer Mitteilung. Während des Produktionsstopps werde man jedoch die eigenen Abläufe intern überprüfen. Die Dreharbeiten zu dem Low-Budget-Western, bei dem Baldwin auch als Produzent mitwirkte, hatten Anfang Oktober auf der Bonanza Creek Ranch begonnen und sind nach dem Unfall unterbrochen worden.

Die Trauer um Halyna Hutchins ist groß. (Archivbild)

Alec Baldwin erschießt versehentlich Kamerafrau am Set: Polizei hat noch offene Fragen

Am Donnerstag (21.10.2021) war die Kamerafrau Hutchins am Set des Westerns „Rust“ in Santa Fe (New Mexico) angeschossen worden und später im Krankenhaus gestorben.

Zu den Umständen des Todes von Hutchins und dem Projektil gebe es noch offene Fragen, hatte die Polizei in Santa Fe bereits am Freitagabend (22.10.2021, Ortszeit) der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt. Die Ermittler hätten den Drehort des Westerns durchsucht. Unklar sei weiter, um welche Art Munition oder welche Fehlfunktion der Requisite es sich bei dem tödlichen Schuss handelte. Bis Sonntag (24.10.2021) gab es dazu zunächst keine weiteren Erklärungen. 

Alec Baldwin erschießt Kamerafrau - Verletzter Regisseur äußert sich zum Unglück am Set

+++ 22.18 Uhr: Regisseur Joel Souza, der durch den versehentlich durch Schauspieler Alec Baldwin abgegebenen Schuss verletzt wurde, hat sich erstmals zum tragischen Vorfall an seinem Set geäußert. „Ich bin tieftraurig über den Tod meiner Freundin und Kollegin Halyna“, erklärte Souza gegenüber der Film-Webseite „Deadline“ und anderen US-Medien: „Sie war freundlich, lebhaft, unglaublich talentiert, hat um jedes Detail gekämpft und mich immer ermuntert, mehr zu geben. Meine Gedanken sind in diesen schwersten Zeiten mit ihrer Familie.“

Am Vortag war Souza aus dem Krankenhaus entlassen worden. Unterdessen sind viele Details des tödlichen Geschehens am Filmset des Westerns „Rust“ noch unklar. Zu den genauen Umständen des Todes von Kameraufrau Hutchins und dem fatalen Projektil gebe es offene Fragen, so die Polizei in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico. Ermittler hätten den Drehort durchsucht.

Alec Baldwin erschießt Kamerafrau - Requisiteur soll falsche Angaben gemacht haben

+++ 12.05 Uhr: Immer wieder soll Filmstar Alec Baldwin laut Augenzeugen gerufen haben: „Warum habt ihr mir eine scharfe Waffe gegeben?“ Baldwin hatte bei Dreharbeiten zum Western „Rust“ mit einer Requisitenwaffe eine Kamerafrau erschossen. Weiter soll Baldwin danach gerufen haben: „In all den Jahren hat man mir noch nie eine scharfe Waffe gegeben.“

Wie konnte es also zu diesem tragischen Unfall kommen? Wie die New York Post berichtet, hat es am Set kurzfristig einen Personalwechsel gegeben. Demnach habe ein neu dazu gekommener Regieassistent Baldwin die Waffe überreicht. Besagter Regieassistent sei wenige Stunden zuvor neu zur Crew gestoßen, weil Teile der alten Crew aufgrund von Sicherheitsmängeln und ausbleibenden Gehaltszahlungen gestreikt hatten. Laut dem polizeilichen Untersuchungsbericht habe der Mann jedoch nicht gewusst, dass die Waffe mit scharfer Munition geladen war.

Alec Baldwin erschießt Kamerafrau bei Dreh - Revolver zündete vorher schon fehl

+++ 09.26 Uhr: Nach dem Unfall bei den Dreharbeiten zum Western „Rust“, bei dem Hollywood-Star Alec Baldwin Kamerafrau Halyna Hutchins erschossen hat, tauchen nun immer mehr Details auf. Einem Bericht der Los Angeles Times zufolge war der tragische Unfall offenbar absehbar. Denn: Der Revolver, aus dem Baldwin den tödlichen Schuss abgegeben hat, hatte schon dreimal zuvor fehlgezündet.

Laut dem Bericht geschah dies zweimal samstags vor einer Woche und in der Vorwoche auch einmal. Das will das Blatt von einem Insider erfahren haben. Es sind nicht die ersten Sicherheitsmängel am Set, die seit dem Unfall auftauchen. So sollen Mitarbeiter der Crew schon mehrfach auf Sicherheitsmängel hingewiesen haben. Vor allem Hutchins, Mitglied der Filmangestellten-Gewerkschaft IATSE, habe sich vor ihrem Tod für sicherere Bedingungen für ihr Team eingesetzt - ohne Erfolg.

Alec Baldwin erschießt Kamerafrau - Jetzt äußert sich der Ehemann: „Gibt keine Worte“

Update vom Samstag, 23.10.2021, 06.59 Uhr: Hollywood-Schauspieler Alec Baldwin hat am Set des Westernfilms „Rust“ eine Requisitenpistole abgefeuert. Es kam offenbar zu einer Fehlzündung der Platzpatrone. Die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins starb wenig später, Regisseur Joel Souza musste auf die Intensivstation.

Jetzt hat sich auch der Ehemann der verstorbenen Kamerafrau Hutchins geäußert. Gegenüber dem US-Portal Insider erklärte Matthew Hutchins: „Ich bin nicht in der Lage, mich zu den Fakten oder dem Prozess, den wir gerade durchlaufen, zu äußern, aber ich weiß zu schätzen, dass alle sehr mitfühlend waren.“ Diesen schrecklichen Unfall zu verarbeiten, werde Zeit benötigen, betonte er. „Ich glaube nicht, dass es Worte gibt, die die Situation angemessen beschreiben.“

Kamerafrau am Set erschossen: Alec Baldwin äußert sich zu tödlichem Unfall

+++ 19.30 Uhr: Der Schauspieler Alec Baldwin äußerte sich zu dem tödlichen Unfall, bei dem er eine Kamerafrau mit einer Requisitenwaffe erschossen hat. Auf Twitter schrieb der Hollywood-Veteran „Es gibt keine Worte, um den Schock und die Trauer auszudrücken angesichts des tragischen Unfalls, der das Leben von Halyna Hutchins beendet hat“. Laut eigener Aussage steht Baldwin in Kontakt mit dem Ehemann der verstorbenen, um ihm und seiner Familie seine Unterstützung anzubieten. „Mein Herz bricht für ihren Ehemann, ihren Sohn und all diejenigen, die Halyna kannten und liebten.“

Auch die Produktionsfirma des Films „Rust“, an dessen Set sich der tragische Unfall ereignete, drückte die Erschütterung der gesamten Besetzung und Crew aus. Sowohl Baldwin als auch die Produktionsfirma teilten außerdem mit, voll und ganz mit der Polizei von Santa Fe zu kooperieren. Die Dreharbeiten wurden zunächst eingestellt. Die Ermittler untersuchen jetzt die Waffe sowie die Weise, auf die das Geschoss abgefeuert wurde.

Alec Baldwin erschießt Kamerafrau: Regisseur schwer verletzt

+++ 13.10 Uhr: Hollywood-Star Alec Baldwin hat beim Dreh eines Westerns mit einer Requisitenwaffe geschossen und dabei zwei Menschen getroffen. Die 42-jährige Kamerafrau Halyna Hutchins wurde tödlich verletzt. Wie die Los Angeles Times jetzt berichtet, sei üblicherweise ein Requisiteur oder ein lizenzierter Waffenmeister für die am Set benutzten Waffen zuständig. Zu dessen Aufgabe gehöre es auch, diese mit Platzpatronen zu laden und den Schauspielern und Regieassistenten den Umgang damit zu erklären. Scharfe Munition sei am Set verboten.  

Hutchins, die als Director of Photography für die gesamte bildliche Gestaltung des Films zuständig war, sei ein aufstrebendes Talent in der Branche gewesen, schreibt die Los Angeles Times weiter. Die 42-jährige Absolventin der renommierten AFI-Filmschule habe sich mit Titeln wie „Archenemy“, „Blindfire“ und „The Mad Hatter“ einen Namen gemacht. „Ich denke, sie wäre eine sehr berühmte und erfolgreiche Director of Photography geworden“, sagte „Archenemy“-Regisseur Adam Egypt Mortimer der Zeitung. „Sie war dabei, sich einen Ruf aufzubauen und den Leuten zu zeigen, was sie kann.“
 

Alec Baldwin erschießt Kamerafrau bei Dreharbeiten - Bilder zeigen verstörten Hollywood-Star

+++ 8.45 Uhr: Der Hollywood-Star Alec Baldwin wurde nach seinen Schüssen von der Polizei befragt: „Herr Baldwin wurde von den Ermittlern befragt“, sagte der Sprecher des Sheriffs von Santa Fe, Juan Rios, der Nachrichtenagentur AFP. Er habe demnach die Fragen der Polizisten beantwortet. „Er kam freiwillig und verließ das Gebäude, nachdem er seine Befragung beendet hatte“, sagte der Sprecher weiter. „Es wurde keine Anklage erhoben und es gab keine Verhaftungen“.

US-Schauspieler Alec Baldwin hat versehentlich eine Kamerafrau erschossen.

Der „Santa Fe New Mexican“ veröffentlichte Bilder eines verstört wirkenden Baldwin, die nach der Tragödie auf dem Parkplatz des Drehorts aufgenommen worden sein sollen. Die Zeitung berichtete, ihr Reporter habe den Schauspieler in Tränen aufgelöst gesehen, nachdem er von den Ermittlern befragt worden war. Der Vorfall ereignete sich auf der Bonanza Creek Ranch nahe Santa Fe, auf der schon zahlreiche Western gedreht wurden.

Alec Baldwin erschießt Kamerafrau - Regisseur auf Intensivstation

+++ 8.00 Uhr: Der 48-jährige Regisseur Souza, dessen Alter zunächst mit 42 Jahren angegeben worden war, wird auf der Intensivstation behandelt. The Hollywood Reporter berichtet unter Verweis auf Polizeiangaben, er schwebe in Lebensgefahr.

The Hollywood Reporter zitierte zudem einen Sprecher der Produktionsfirma, wonach es sich um einen Unfall gehandelt habe. Die Waffe, die am Set verwendet wurde, hätte demnach mit Platzpatronen geladen sein sollen.

Die Ermittlungen wurden am Donnerstagabend mit der Befragung von Zeugen fortgesetzt. Nach Angaben der Polizei wurde zunächst keine strafrechtliche Untersuchung angeordnet.

Hollywood-Star Alec Baldwin erschießt Kamerafrau bei Dreharbeiten

Erstmeldung: Los Angeles - Der Schauspieler Alec Baldwin hat bei den Dreharbeiten für den Western-Film „Rust“ in den USA eine Kamerafrau erschossen. „Nach Angaben der Ermittler scheint es, dass beim Filmen einer Szene eine Requisitenwaffe zum Einsatz kam, die abgefeuert wurde“, erklärte der Sheriff von Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico am Donnerstag (Ortszeit). Später teilte er mit, dass es Baldwin gewesen sei, der die Waffe abfeuerte.

Bei der Toten handelt es sich den Angaben zufolge um die Kamerafrau Halyna Hutchins. Der Regisseur Joel Souza sei bei dem Vorfall ebenfalls verletzt worden. Der Drehort auf der Bonanza Creek Ranch (Sante Fe) wurde zunächst gesperrt und die Produktion eingestellt.

US-Schauspieler Alec Baldwin hat versehentlich eine Kamerafrau erschossen.

Schauspieler Baldwin erschießt mit Schreckschussrevolver Kamerafrau

Das Unterhaltungsmagazin „Deadline“ hatte bereits berichtet, dass „ein Hauptdarsteller“ des Films während der Proben den Hahn der Waffe gespannt habe, ohne zu wissen, dass sie scharfe Munition enthielt. Ein Sprecher der Produktionsfirma bestätigte, dass es einen „Unfall“ gegeben habe, „bei dem versehentlich ein Schreckschussrevolver abgefeuert wurde“.

Die 42-jährige Hutchins wurde nach Angaben des Sheriffs ins Krankenhaus geflogen, erlag jedoch ihren Verletzungen. Der ebenfalls 42-jährige Souza sei im Krankenwagen zu einem anderen Krankenhaus gebracht worden, wo er notversorgt worden sei.

Alec Baldwin bekannt als Imitator von Donald Trump

Baldwin ist als Ko-Produzent und Hauptdarsteller an den Dreharbeiten beteiligt. In dem Western verkörpert er Harland Rust, einen Gesetzlosen, der mit seinem wegen Mordes zum Tode verurteilten Enkel vor dem Gesetz flieht.

Der 63-Jährige ist unter anderem für seine Hauptrolle in der Literaturverfilmung „Jagd auf Roter Oktober“ von 1990 und Auftritte in der Filmreihe „Mission: Impossible“ bekannt. Während der Amtszeit von Donald Trump imitierte er den mittlerweile Ex-US-Präsidenten regelmäßig in der Sendung „Saturday Night Live“. (ktho/vbu/judo/afp/dpa)

Rubriklistenbild: © Imago

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