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Nach Rust-Tragödie

Rust-Tragödie: Alec Baldwin hat einen Plan gegen Schusswaffen-Unfälle

  • Anna Charlotte Groos
    VonAnna Charlotte Groos
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Der Schauspieler Alec Baldwin hat einen Vorschlag geäußert, wie Schusswaffenunfälle an Filmsets verhindert werden könnten. Davon sind jedoch nicht alle begeistert.

Santa Fe/Frankfurt – Ginge es nach US-Schauspieler Alec Baldwin, wäre zukünftig bei allen Film-Actionszenen mit Schusswaffen die Polizei zugegen. Diesen Vorschlag äußerte der 63-Jährige am Montag (08.11.2021) auf Social Media: „Jeder Film/TV-Drehort, an dem Waffen verwendet werden, ob unecht oder nicht, sollte einen von der Produktion angeheuerten Polizeibeamten am Set haben, der speziell die Waffensicherheit überwacht.“

Im Oktober 2021 war es in Santa Fe in New Mexiko bei den Dreharbeiten zum Low-Budget-Westernfilm „Rust“ zu einem tragischen Unfall gekommen. Baldwin hatte an dem Tag als Hauptdarsteller und Produzent bei dem Film mitwirkt und eine Schussszene mit einer Requisitenwaffe geprobt. Dabei traf der Baldwin die Chef-Kamerafrau Halyna Hutchins, die kurz darauf an den Folgen verstarb. Der Regisseurs Joel Souza wurde an der Schulter verletzt. Ermittlungen ergaben, dass in dem Colt eine echte Kugel gesteckt hatte. Ein Regieassistent räumte später Fehler ein. Er habe die Sicherheitsvorkehrungen nicht strikt befolgt und die Waffe nur unvollständig geprüft.

Bei Actionszenen mit Schusswaffen sollten zukünftig Polizeibeamt:innen am Filmset anwesend sein, schlug der Schauspieler Alec Baldwin vor. (Archivbild)

Nach tödlichem Schuss am Filmset in Santa Fe: Alec Baldwin hat einen Vorschlag

Der Vorfall hat in Hollywood und allgemein in den USA für eine Diskussion über den Umgang mit Schusswaffen an Filmsets gesorgt. Der Schauspieler Dwayne "The Rock" Johnson versprach, in Zukunft keine echten Waffen mehr in den von ihm produzierten Filmen zu verwenden. "Wir werden auf Gummiwaffen umsteigen und uns in der Postproduktion darum kümmern", sagte er der Onlinezeitung Huffpost zufolge. "Wir werden uns keine Gedanken über das Geld machen; wir werden uns nicht darum kümmern, was es kostet.

Baldwins Vorschlag, die Polizei an den Drehorten einzusetzen, stieß jedoch nicht nur auf Zustimmung. Der Daily Beast-Autor Tirhakah Love veröffentlichte am Dienstag (09.11.2021) einen Artikel mit der Überschrift: „Alec Baldwins idiotischer Ruf nach mehr Polizei am Filmset nach den Dreharbeiten zu Rust“. Love schrieb: „Das ist nicht nur einfach eine furchtbare Idee, im Gegensatz zur Verwendung falscher Waffen und der Sicherstellung, dass die Leute, die mit diesen Waffen umgehen, gut ausgeruht und, was noch wichtiger ist, tatsächlich gut ausgebildet sind, sondern es ist auch ein Akt der Kapitulation vor der Empörung der Rechten.“

Außerdem kritisierte der Autor, dass ein Polizeieinsatz an Filmsets gerade zum Gegenteil führen würde, nämlich zu einer noch stärkeren Verbreitung von Schusswaffen. Ein Argument für mehr Polizei am Set sei zudem ein Argument für eine noch tiefere und ausgeprägtere Beziehung zwischen Hollywood und dem Staat. Der tödliche Schuss wird von den Behörden derzeit immer noch untersucht. Derzeit steht die Waffenmeisterin im Fokus der Ermittlung. Ihre Anwälte sprechen nun von Sabotage. (Anna Charlotte Groos)

Rubriklistenbild: © John Minchillo

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