1. Startseite
  2. Panorama

Aldi, Lidl, Rewe und Edeka: Supermärkte äußern sich zu 2G-Regel im Einzelhandel

Erstellt:

Von: Sophia Lother

Kommentare

Seit Dezember gilt die 2G-Regel beim Einkaufen, doch für Supermärkte wie Aldi, Lidl und Rewe griff die Regelung nicht. (Symbolfoto)
Seit Dezember gilt die 2G-Regel beim Einkaufen, doch für Supermärkte wie Aldi, Lidl und Rewe griff die Regelung nicht. (Symbolfoto) © Dinendra Haria/Imago

Die 2G-Regel beim Einkaufen gilt Vielerorts. Nun wird eine Forderung von Discountern wie Aldi und Lidl und Supermärkten wie Rewe zu der Corona-Regel laut.

Kassel – Angesichts steigender Corona-Fallzahlen haben Bund und Länder die Regeln in den letzten Monaten immer wieder massiv verschärft. Anfang Dezember 2021 griffen auch die neuen Corona-Maßnahmen im Einzelhandel. Dort wurde die 2G-Regel eingeführt. Davon ausgenommen sind Läden des täglichen Bedarfs wie Supermärkte, Drogerien, Apotheken. Somit waren Discounter wie Aldi und Lid und Supermarktriesen wie Rewe und Edeka ausgenommen.

Doch es regt sich vermehrt Widerstand gegen 2G beim Einkaufen. So hatte der Handelsverband Hessen bereits klare Forderungen zu 2G beim Einkaufen aufgestellt. Nun äußerten sich auch die vier großen Lebensmittelhändler – Edeka, Rewe, Aldi sowie die Schwarz-Gruppe mit Lidl und Kaufland zu den Corona-Regeln.

DatumCorona-Fallzahlen in Deutschland
31. Oktober 20214.616.901
30. November 20215.939.412
31. Dezember 20217.195.117
30. Januar 20229.815.533
Quelle: RKI

2G beim Einkaufen: Aldi, Lidl, Rewe und Edeka machen klare Ansage zu Corona-Regel

In einem Brief an mehrere Spitzenpolitiker, melden sich Top-Manager von Aldi, Lidl, Rewe sowie Kaufland und Edeka jetzt zu Wort. In dem Schreiben, das der Deutschen Presseagentur vorliegt, fordern sie ein Ende der Zugangsbeschränkungen, die noch immer in großen Teilen des Handels gelten.

Diese Aussagen zur 2G-Regel beim Einkaufen sind gerade deshalb so bemerkenswert, weil die Lebensmittelhändler selbst überhaupt nicht von der 2G-Regel betroffen sind.

Die Chefs von Edeka, Rewe, Aldi und der Schwarz-Gruppe erklären in einem gemeinsamen Schreiben an Kanzleramtsminister Wolfgang Schmidt und andere Spitzenpolitiker: „Auf Basis unserer nunmehr fast zweijährigen Erfahrungen mit der Pandemie können wir feststellen, dass der Einzelhandel mit den geeigneten Hygienekonzepten (maßgeblich Maskenpflicht und Abstandswahrung) kein Infektionsherd ist.“ Das gelte unabhängig von den gehandelten Sortimenten.

Corona: Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Kaufland äußern sich zu 2G-Regel im Einzelhandel

Bei den betroffenen Händlern sorge die 2G-Regel, die nur Geimpften und Genesenen den Zutritt erlaubt, dagegen für erhebliche Umsatz- und Ergebniseinbußen, heißt es in dem Schreiben weiter. Die Gefahr von tausenden Schließungen insbesondere inhabergeführter Geschäfte und verheerenden Auswirkungen auf die Innenstädte sei offensichtlich. Die Top-Manager drängen deshalb: „Den Unternehmen sollte es jetzt ermöglicht werden, unter Einsatz der hinlänglich bewährten Hygienekonzepte ihre Kundinnen und Kunden ohne weitere Beschränkungen zu empfangen und zu bedienen.“

Wie geht es im Einzelhandel angesichts der Corona-Pandemie weiter? In Niedersachsen wurde die 2G-Regel im Einzelhandel nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts bereits gekippt. Auch im Saarland und in Baden-Württemberg gilt 2G nicht mehr. Ebenso wurde sie in Bayern vorläufig außer Kraft gesetzt. In anderen Bundesländern wie beispielsweise Hessen und NRW gilt die Regelung nach wie vor.

Inzwischen signalisierten bereits Politiker wie Finanzminister Christian Lindner Zweifel an der geltenden Regelung. Gegenüber dem TV-Sender der Welt sagte er: „Ich stelle mir persönlich die Frage, ob wir wirklich auf Dauer die sehr scharfen Zutrittsbeschränkungen im Handel brauchen. Da entsteht ja ein wirtschaftlicher Schaden. Und da muss eben immer gefragt werden, ob der Schaden in einem richtigen Verhältnis steht zum zusätzlichen gesundheitlichen Nutzen“. (slo)

Auch interessant

Kommentare