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Al-Kaida tötet Geiseln im Jemen

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Der 33-jährige US-Fotograf Luke Somers ist von der radikalislamischen Al-Kaida ermordet worden.
Der 33-jährige US-Fotograf Luke Somers ist von der radikalislamischen Al-Kaida ermordet worden. © dpa

Zwei Geiseln, der Fotograf Luke Somers aus den USA und ein Lehrer aus Südafrika, sind bei einer Befreiungsaktion ums Leben gekommen. US-Präsident Barack Obama verurteilt die Tötung als "barbarischen Mord".

Ein US-Journalist und ein Lehrer aus Südafrika sind bei einer Geiselbefreiungsaktion im Jemen ums Leben gekommen. Der 33-jährige Luke Somers sei bei dem Einsatz von der radikalislamischen Al-Kaida getötet worden, sagte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel am Samstag bei einem Besuch in Afghanistan. Nach jemenitischen Angaben wurden bei der gemeinsamen Aktion mit US-Streitkräften auch Geiseln befreit. Sie seien in Feldlazarette gebracht worden. Über ihren Zustand wurde zunächst nichts bekannt.

US-Präsident Barack Obama verurteilte die Tötung des Amerikaners als "barbarischen Mord". Die Rettungsaktion zeige, dass seine Regierung nichts unversucht lasse, um entführte US-Bürger sicher nach Hause zu bringen. Verteidigungsminister Hagel begründete den Militäreinsatz mit Hinweisen, wonach für den Fotojournalisten unmittelbare Lebensgefahr bestand. Er war im September vergangenen Jahres in der Hauptstadt Sanaa entführt worden. Bei dem zweiten Getöteten handelte es sich nach Angaben der Hilfsorganisation Gift of the Givers um einen Lehrer aus Südafrika.

Die USA hatten nach Regierungsangaben bereits im November versucht, Somers zu befreien. Der jetzige Einsatz ereignete sich nach Behördenangaben im Süden des Landes. Vorangegangen sei ein Luftangriff.

Sunnitische Extremistengruppen haben weitere westliche Ausländer in ihrer Gewalt. Die Regierung des Jemen, die außerhalb der größeren Städte über wenig Macht verfügt, ist beim Kampf gegen die Al-Kaida ein Verbündeter der USA.

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