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Nahe der Grenze zu Brandenburg wütet die Afrikanische Schweinepest in Polen.

Afrikanische Schweinepest

Suche nach toten Wildschweinen in Polen fortgesetzt

Freiwillige und Soldaten durchkämmen die von der Afrikanischen Schweinepest betroffene polnische Region nahe der Grenze zu Brandenburg nach verendeten Wildschweinen. 

Die Suche nach toten Wildschweinen ist am Mittwoch in der von Afrikanischer Schweinepest (ASP) betroffenen polnischen Region nahe der Grenze zu Brandenburg fortgesetzt worden. Rund 100 Freiwillige und 150 Soldaten der polnischen Armee durchkämmten das Gelände, sagte Stanislaw Mysliwiec, Vorsitzender der Landwirtschaftskammer, der Deutschen Presse-Agentur in Warschau. Das Areal umfasse 340 Quadratkilometer und liege in den Kreisen Wschowski und Nowasolski.

Polens Agrarminister Jan Krzysztof Ardanowski sagte der Nachrichtenagentur PAP, derzeit werde zu ermitteln versucht, wie das Virus in den Westen Polens gelangen konnte. Eine Möglichkeit ist demnach, dass einer der 1,5 Millionen in Polen arbeitenden Ukrainer den Erreger in die Region brachte. Die Arbeiter des stark von ASP betroffenen Landes brächten häufig Fleischprodukte aus der Heimat mit, auch wenn dies zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest verboten sei, so Ardanowski. An Parkplätzen weggeworfene Reste von belegten Broten würden von Wildschweinen gefressen.

Nach Ansicht des Agrarministers ist es Polen gelungen, die Verbreitung der Tierseuche zumindest einzudämmen. Im laufenden Jahr habe es bisher 48 Ausbrüche gegeben, im Vorjahr seien es mehr als 100 gewesen. (dpa)

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