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Die Afrikanische Schweinepest wurde in Deutschland erstmals bei Hausschweinen festgestellt.
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Die Afrikanische Schweinepest wurde in Deutschland erstmals bei Hausschweinen festgestellt.

Betriebe in Brandenburg betroffen

Afrikanische Schweinepest erstmals bei deutschen Hausschweinen festgestellt

  • Isabel Wetzel
    VonIsabel Wetzel
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Die Afrikanische Schweinepest breitet sich in Deutschland weiter aus. Nun ist die Krankheit erstmals bei Hausschweinen festgestellt worden.

Potsdam ‒ Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist in Deutschland erstmals bei Hausschweinen festgestellt worden. Betroffen sind zwei Bestände in Brandenburg wie das Verbraucherschutzministerium des Bundeslandes in der Nacht zum Freitag (16.07.2021) mitteilte. Beide Bestände seien nach den Befunden sofort von den Veterinärämtern gesperrt worden.

Das Virus bei den Hausschweinen wurde den Angaben zufolge zunächst vom Landeslabor Berlin-Brandenburg nachgewiesen. Am Donnerstagabend wurde der Befund dann vom nationalen Referenzlabor, dem Friedrich-Löffler-Institut (FLI), bestätigt.

Hausschweine in Brandenburg betroffen: Afrikanische Schweinepest bislang nur bei Wildschweinen

Die positiv getesteten Schweine stammen dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zufolge aus einem Bio-Betrieb im Landkreis Spree-Neiße und einer Kleinst-Haltung im Landkreis Märkisch-Oderland. Der betroffene Betrieb im Landkreis Spree-Neiße hat nach Angaben des Ministeriums 200 Schweine. Sie alle würden getötet und „unschädlich beseitigt“, hieß es. Bei dem betroffenen Bestand in Märkisch Oderland handelte es sich demnach nur um zwei Tiere.

Bislang war diese Schweinepest in Deutschland nur bei Wildschweinen aufgetreten. Nun liegen auch die bei Hausschweinen festgestellten Fälle in denselben Landkreisen nahe der polnischen Grenze, in denen die Krankheit bereits bei Wildschweinen nachgewiesen wurde*. Um die betroffenen Betriebe sollen jetzt Schutzzonen und Überwachungszonen eingerichtet werden. Zuvor hatten die brandenburgischen Behörden zur Abwehr der aus Polen kommenden ASP* einen festen Zaun entlang der Oder und Neiße errichten lassen. Am 10. September 2020 wurde ein erster Fall von ASP bei einem Wildschwein in Deutschland bestätigt. 

Afrikanische Schweinepest in Deutschland: Für den Menschen nicht ansteckend

Die brandenburgische Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne*) erklärte, es sei jetzt wichtig, möglichst rasch die Ursache der Übertragung des Virus auf die Hausschweine zu finden. Die entsprechenden Ermittlungen seien eingeleitet worden und werden durch die Task Force des Landes Brandenburg und Spezialisten des FLI unterstützt, die umgehend um Hilfe gebeten worden seien. Bislang war die ASP in Brandenburg bei insgesamt 1267 Wildschweinen festgestellt worden. Hausschweine waren hingegen bisher nicht betroffen gewesen.

Die Afrikanische Schweinepest ist nicht heilbar und verläuft für die befallenen Schweine fast immer tödlich. Es gibt keine Möglichkeit, die Schweine durch eine vorbeugende Impfung zu schützen. Die Erkrankung kann nach Angaben des Ministeriums direkt von Tier zu Tier oder indirekt, beispielsweise über kontaminiertes Futter übertragen werden. Damit spielt auch der Mensch bei der Verbreitung der Krankheit eine entscheidende Rolle.

Für den Menschen selbst und andere Tierarten ist das Virus aber nicht ansteckend oder gefährlich*.  Sie kann weder durch den Verzehr von Schweinefleisch noch durch den Kontakt zu Tieren auf den Menschen übertragen werden. Es handelt sich dabei um eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Schweine - sowohl Wild- als auch Hausschweine - betrifft. (iwe/afp/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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