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Afghanistan: US-Bürgerinnen fliehen auf dem Landweg vor den Taliban

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Von: Marvin Ziegele

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Soldaten an der afghanisch-pakistanischen Grenze. Vier US-Bürgerinnen sollen über den Landweg aus Afghanistan geflohen sein.
Soldaten an der afghanisch-pakistanischen Grenze. Vier US-Bürgerinnen sollen über den Landweg aus Afghanistan geflohen sein. © AFP

Vier US-Bürgerinnen sollen über den Landweg aus Afghanistan geflohen sein. Sie konnten den Flughafen in Kabul während der Evakuierung nicht erreichen.

Washington D.C. – Die Evakuierung der USA aus dem Krisenland Afghanistan ist beendet. Doch es gibt immer noch US-Bürger:innen in Afghanistan, die das Land verlassen wollen. Vier Staatsbürgerinnen aus den USA sollen Afghanistan kürzlich über den Landweg verlassen haben. Das bestätigte ein hochrangiger Beamter des US-Außenministeriums am Montag (07.09.2021) gegenüber dem Nachrichtensender CNN.

„Unsere Botschaft begrüßte die Amerikaner, als sie die Grenze zum Drittland überquerten“, so der Beamte. Welches Drittland konkret gemeint ist, sagte er nicht. Die Ausreisenden seien die ersten Amerikaner, denen man bei der Ausreise über den Landweg aus Afghanistan geholfen habe. Konkret handele es sich um eine Frau und ihre drei Kinder aus Amarillo, Texas, so der republikanische Abgeordnete Markwayne Mullin aus Oklahoma. Mullin unterstützt eine von den USA finanzierte Gruppe ehemaliger Spezialeinheiten, die dafür Sorge tragen soll, dass Amerikaner und Besitzer von Visa Afghanistan ohne Probleme verlassen können.

Afghanistan: US-Bürgerin flieht mit drei Kindern aus Afhanistan

Mullin sagte dem Nachrichtensender, er habe am Montag (07.09.2021) mehrfach mit der Frau gesprochen, auch vor und nach ihrer Ausreise aus Afghanistan. Dabei beschrieb er die „erschütternde“ Reise, die sie und ihre Kinder auf den Straßen von Kabul zu einem Grenzübergang unternommen hatten, wo sie mehr als 20 Taliban-Kontrollpunkte passieren mussten. Die vier US-Bürger sollen nicht in der Lage gewesen sein, an den Flughafen Kabul zu gelangen, als die Evakuierung aus Afghanistan im Gange war.

Die Familie habe rund 13 Stunden mit den Taliban an einem Kontrollpunkt in der Nähe der afghanischen Grenze verbracht, als sie schließlich die Flucht über den Landweg antrat. Die US-Bürgerinnen seien in „guter Verfassung“ gewesen und die Taliban hätten nicht versucht, sie an ihrer Ausreise zu hindern. Einzelheiten der Abreise wollte das US-Außenministerium laut CNN nicht preisgeben. „Um ihre Privatsphäre zu schützen und die Durchführbarkeit unserer Taktiken zu gewährleisten, sind wir nicht in der Lage, weitere Informationen herauszugeben“, hieß es. In der Vergangenheit hatten die Taliban zugesichert, dass Ausländer und Afghanen mit entsprechenden Dokumenten das Land verlassen können. (Marvin Ziegele)

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