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Krise eskaliert

Äthiopien: Regierungschef und Friedensnobelpreisträger befiehlt Militäroffensive

  • Teresa Toth
    vonTeresa Toth
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Der Konflikt in Äthiopien spitzt sich weiter zu. Jetzt startet Regierungschef Abiy Ahmed – der 2019 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde – eine Offensive.

  • Die Lage in Äthiopien eskaliert zunehmend.
  • Mit einer finalen Offensive in Tigray will Regierungschef Abiy Ahmed den Widerstand der Volksbefreiungsfront TPLF brechen.
  • Auch internationale Appelle ändern nichts am Vorgehen des Friedensnobelpreisträgers.

Tigray – Seit Monaten herrschen in Äthiopien Spannungen, da die Volksbefreiungsfront TPLF den aktuellen Regierungschef Abiy Ahmed nicht anerkennt. Die TPLF beherrschte die äthiopische Regierung, bis Aiby 2018 an die Macht kam. Nun befiehlt der Regierungschef eine Militäroffensive in der abtrünnigen Region Tigray – mit unabsehbaren Folgen für die Zivilbevölkerung.

Tigray in Äthiopien: Zivilbevölkerung soll bei der Offensive geschützt werden

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, soll die Regionalhauptstadt Mekele Entwicklungshelfer:innen zufolge am Samstag (28.11.2020) bereits von „schweren Geschossen“ getroffen worden sein. Die äthiopische Armee hat demnach schwere Waffen sowie Kampfflugzeuge eingesetzt, um gegen die Volksbefreiungsfront TPLF vorzugehen. Regierungschef Abiy Ahmed betonte, dass bei den Angriffen alles getan werde, um die Zivilbevölkerung zu schützen.

Menschenrechtsorganisationen warnten bereits im Vorfeld vor möglichen Kriegsverbrechen durch die Bombardierungen in Mekele. Vor allem der Einsatz schwerer Waffen in überfüllten städtischen Gebieten könnte Bürger:innen massiv gefährden. Überraschend wirkt das Vorgehen durch die Regierung in Äthiopien vor allem vor dem Hintergrund, dass der Ministerpräsident Abiy Ahmed für seine Aussöhnungspolitik mit dem Nachbarland Eritrea 2019 den Friedensnobelpreis erhielt.

Tigray in Äthiopien: Politiker:innen appellieren, die Offensive einzustellen

Im derzeitigen Konflikt um die abtrünnige Region Tigray setzt Ahmed nicht auf Aussöhnung. Appelle aus der internationalen Politik, die Kämpfe einzustellen und einen Vermittler hinzuzuziehen, ignorierte der äthiopische Regierungschef. Stattdessen wolle er die Militäroffensive wie geplant durchsetzen, um den Widerstand der Volksbefreiungsfront in dieser „dritten und letzten Phase“ endgültig zu brechen.

Im Zuge der massiven Konflikte in Äthiopien sollen Berichten zufolge bereits mehrere Hundert Menschen ums Leben gekommen sein. Mehr als 40.000 flohen aus dem Konfliktgebiet. Vor allem im Nachbarland Sudan suchen tausende geflüchtete Menschen Schutz. Das Land wird bei der Aufnahme der Schutzsuchenden durch die UNO mittels Hilfsgütern unterstützt. (Teresa Toth)

Rubriklistenbild: © Markus Scholz/dpa

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