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Impfzertifikate, Mindestlohn, Grundsteuer: Das ändert sich im Oktober 2022

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Von: Kilian Bäuml

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Im Oktober ändert sich einiges: mehr Geld für Studierende, neuer Mindestlohn und Änderungen beim Impfstatus. Was Sie jetzt wissen müssen.

Frankfurt – Die Energiekrise zwingt aktuell viele Menschen zu großen Sparmaßnahmen. In privaten Haushalten und Unternehmen bedrohen die steigenden Kosten viele Existenzen. Auch deshalb gibt es im Oktober 2022 viele Veränderungen und Entlastungen für Verbraucher.

Außerdem profitieren viele Deutsche ab Oktober vom neuen Mindestlohn. Zudem wird WhatsApp schon bald auf einigen Geräten nicht mehr funktionieren. Woran das liegt, erfahren Sie hier im Überblick.

Das ändert sich für Studenten mit BAföG im Oktober

Ab dem kommenden Wintersemester, das im Oktober startet, profitieren BAföG-Beziehende von der BAföG-Reform im Sommer. Wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (bmbf) schreibt, wird der Förderungshöchstsatz von 861 Euro auf 984 Euro erhöht. Das entspricht einer Steigerung von mehr als acht Prozent.

Ein kleines Häuschen mit Geld darin auf Rasen
Im Oktober muss die Grundsteuer eingereicht werden © IMAGO/Vasily Pindyurin

Nicht nur BAföG-Beziehende dürfen sich über eine Erhöhung freuen. Auch der neue Mindestlohn steigt von 10,45 Euro auf 12 Euro an. Minijobs werden von 450 Euro auf 520 Euro als Mindestlohn erhöht und der maximale Verdienst bei einem Minijob von 1300 auf 1600 Euro verschoben. Nach Angaben der Bundesregierung werden über sechs Millionen Menschen von den Erhöhungen profitieren.

Ab Oktober 2022 sind Eigentümer verpflichtet eine Heizungsprüfung durchzuführen

Bereits im September wurden Energiesparmaßnahmen für Haus- und Wohnungseigentümer beschlossen. Diese neuen Maßnahmen beinhalten, dass Eigentümer jährlich die betriebenen Gasheizungen und Warmwassererhitzer überprüfen müssen.

Ziel des Heizungschecks ist es, die Geräte effizient zu nutzen. Geprüft werden sollen die Geräte durch einen hydraulischen Abgleich, der sicherstellen soll, dass durch die Heizkörper die richtige Menge Wasser fließt und die gewünschte Temperatur erreicht wird.

Geplante Gasumlage: Umsatzsteuer auf Gas soll ab Oktober gesenkt werden

Als Ausgleich für die geplante Gasumlage sollte die Mehrwertsteuer auf Gas für die kommende Heizperiode von Oktober bis März von 19 auf sieben Prozent gesenkt werden. Geplant war, den Steuersatz auf das ganze Erdgasnetz anzuwenden.

Damit würde er sowohl für herkömmliches Gas als auch Biogas gelten. Aufgrund der Entwicklungen der letzten Tage ist allerdings zum aktuellen Zeitpunkt sowohl unklar, ob die geplante Gasumlage so auch umgesetzt wird, als auch, ob die geplante Mehrwertsteuersenkung umgesetzt wird.

Frist für die Einreichung der Grundsteuer-Erklärung endet am 31. Oktober

Weiterhin gilt die Frist zum Einreichen der Grundsteuer-Erklärung im Oktober. Bis Mitte September hatten jedoch erst rund ein Fünftel der Eigentümer:innen ihre Grundsteuer-Erklärung abgegeben, daher wurde eine Fristverlängerung gefordert. Die Abgabe der Grundsteuer-Erklärung ist notwendig, da Millionen Grundstücke im Zuge der Grundsteuerreform neu bewertet werden müssen.

Ein kleines Häuschen mit Geld darin auf Rasen
Im Oktober muss die Grundsteuer eingereicht werden © IMAGO/Vasily Pindyurin

Eine bundesweite Verlängerung der Frist wurde vom Bundesfinanzministerium abgelehnt, trotzdem ist es den Bundesländern möglich, die Frist nach eigenem Ermessen zu verlängern. Die reguläre Frist endet am 31. Oktober.

Für viele Menschen verfällt der Impf-Status am 1. Oktober

Das neue Infektionsschutzgesetz tritt am 1. Oktober in Kraft. Es besagt, dass Personen, die nur zweimal gegen das Corona-Virus geimpft wurden, nicht mehr als vollständig geimpft gezählt werden.

Personen, die ihre dritte Impfung hatten oder zusätzlich zu ihren zwei Impfungen eine Infektion überstanden haben, dürfen ihren Status hingegen behalten.

Änderungen im Oktober: Für viele Smartphones funktioniert WhatsApp nicht mehr

Ab dem 24. Oktober wird auf zahlreichen Smartphones WhatsApp nicht mehr funktionieren. Der Grund dafür ist eine höhere Systemanforderung, die für neue Funktionen und Features installiert wurde. Als Betriebssystem wird mindestens iOS 12 benötigt.

App-Symbol des Whatsapp-Messengers auf einem deutschen Smartphone im App Store
Auf einigen Smartphones funktioniert WhatsApp bald nicht mehr. (Symbolbild) © IMAGO/Claudia Nass

Ältere Smartphones können die neuen Funktionen nicht umsetzen. Nicht mehr verwendet werden kann WhatsApp beispielsweise auf dem iPhone 5, wie WA BetaInfo berichtet. Nutzer dieses Smartphones müssen sich dann entweder ein aktuelleres Gerät anschaffen oder einen anderen Messenger-Dienst nutzen. (Kilian Bäuml/AFP)

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