Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Einkaufen

2G bei Netto? Supermarkt nennt Details zu Corona-Regelung

  • VonMirko Schmid
    schließen

Supermarktketten wie Lidl, Aldi, Edeka, Kaufland und die Märkte der Rewe-Group haben in der 2G-Frage vorgelegt. Nun hat sich auch Netto deutlich positioniert.

Maxhütte-Haidhof – Mit Hessen und Niedersachsen sind die ersten beiden Bundesländer vorgeprescht und erlauben Supermärkten die Anwendung der Corona-Option 2G. Doch bisher hagelt es vor allem Absagen. Die großen Supermarktketten berufen sich fast einmütig auf ihre Funktion als Lebensmitelhändler.

Aldi, Lidl, Edeka, Kaufland und die Märkte der Rewe-Group haben sich auf ihre Funktion als Lebensmittelhändler, welche die Grundversorgung sicherstellen sollen, berufen. Zusätzlich hieß es seitens des Handelsverbandes Deutschland (HDE), dass etwaige Kontrollen zur Umsetzung eines 2G- oder 3G-Modells etwa von Impfpässen und der Tests würde zu langen Schlangen vor den Geschäften führen würden. Nun hat auch Netto nachgezogen. Der Discounter mit den meisten Filialen in Deutschland betonte laut übereinstimmenden Medienberichten seine „bedeutende Rolle für die Nahversorgung der Bevölkerung“. Ihr „umfassendes und bewährtes Hygienekonzept“ will die Kette in allen Filialen beibehalten, eine Sprecherin des Unternehmens bekräftigt aber, dass ein Optionsmodell „für uns keine Option“ sei, da „wir allen Menschen den Einkauf in unseren Netto-Filialen ermöglichen wollen“.

2G bei Netto? Handelsverband will Optionsmodell in ganz Deutschland

Trotz der Absagen der Lebensmittelketten plädiert der Handelsverband Deutschland dafür, das neue 2G-Optionsmodell auf den Einzelhandel in ganz Deutschland auszuweiten. Noch ist nicht sicher, wie viele Bundesländer dem Beispiel Hessens und Niedersachsens folgen wollen und werden. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier geht davon aus, dass in seinem Bundesland Geschäfte des alltäglichen Bedarfs eher nicht Gebrauch vom 2G-Optionsmodell machen würden.

Supermärkte in Hessen können sich in der Corona-Pandemie für das 2G-Modell entscheiden: Das sagt Netto dazu. (Symbolfoto)
UnternehmenNetto Marken-Discount Stiftung & Co. KG
HauptsitzMaxhütte-Haidhof
Filialen4273 (Ende 2019)
Gründung1928

Eine Mitgliederbefragung des Handelsverbands weist in dieselbe Richtung: Vier von fünf Handelsbetriebe in Hessen ist das 2G-Modell demnach keine Option. Rund 80 Prozent der Handelsbetriebe wollen aktuell nicht auf das 2G-Modell zurückgreifen. Betriebe aus beratungsintensiven Branchen wie Optiker, Brautmodeläden und Fotofachgeschäfte hingegen liebäugeln mit einer Anwendung des Modells.

Nach Einführung von 2G-Modell: Ladeninhaber bekommt Morddrohung

Allerdings gibt es auch vonseiten von Verschwörungsgläubigen, welche der „Querdenken“- respektive Impfgegner-Szene nahestehen Anfeindungen gegenüber Läden, welche 2G anwenden. In Frankfurt am Main erklärte Kaweh Nemati, der Inhaber der beiden Damen-Boutiquen Escatira und Romy, ausschließlich Geimpfte und Genese Kundschaft in seinen Laden lassen zu wollen. Nur zwei Tage später berichtete er gegenüber der Frankfurter Rundschau von einer Morddrohung, sein Laden wurde mit Eiern beschmissen und es hagelte schlechte Bewertungen. (Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © Andreas Gebert/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare