Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Al-Kaida-Chef Osama bin Laden und sein Stellvertreter Eiman el Sawahiri, aufgenommen am 08.11.2001 an einem unbekannten Ort in Afghanistan.
+
20 Jahre nach den Anschlägen am 11. September 2001 hat Al-Kaida ein neues Video des Bin-Laden-Nachfolgers Al-Sawahiri veröffentlicht. (Archivbild)

9/11-Jahrestag

Am 11. September: Al-Kaida veröffentlicht neues Video mit Terror-Anführer

  • Tim Vincent Dicke
    VonTim Vincent Dicke
    schließen

20 Jahre nach den verheerenden Anschlägen vom 11. September 2001 verbreitet das Terrornetzwerk Al-Kaida ein neues Video. Anführer Al-Sawahiri droht dem Westen.

New York/Beirut – Vor 20 Jahren entführten Terroristen des islamistischen Netzwerks Al-Kaida vier Flugzeuge und verübten Attacken auf das World Trade Center in New York und das US-Pentagon. Der 11. September 2001 gilt mit knapp 3000 Toten bis heute als schlimmster Anschlag in der Geschichte der USA. Nun hat Al-Kaida eine neue Videobotschaft des Anführers Aiman Al-Sawahiri veröffentlicht.

In dem am Samstag (11.09.2021) über die sozialen Medien verbreiteten Video ruft Al-Sawahiri seine Anhänger:innen dazu auf, die westlichen Staaten und ihre Verbündeten im Nahen Osten zu bekämpfen. Der rund 60 Minuten lange Film zeigt die erste Ansprache des Al-Kaida-Chefs, seitdem es Ende vergangenen Jahres unbestätigte Gerüchte über seinen Tod gegeben hatte.

20 Jahre nach dem 11. September 2001: Neues Video von Al-Kaida aufgetaucht

Fachleute sehen in der neuen Aufnahme Hinweise, dass Al-Sawahiri zumindest noch zu Beginn dieses Jahres am Leben war. So erwähne er einen Angriff auf das russische Militär im Nordwesten Syriens am 1. Januar, twitterte die Direktorin der auf Propaganda von extremistischen Kräften spezialisierten Site Intelligence Group, Rita Katz.

„So tragisch es auch ist, dieser Jahrestag des 11. Septembers ist für Al-Kaida ein einzigartig positiver Tag“, schrieb Katz auf Twitter. Ein Unterstützer von Al-Kaida habe mitgeteilt, dass der Abzug der USA aus Afghanistan eine Bestätigung für Bin Ladens Vision und die ‚gesegneten‘ Anschläge vom 11. September sei, so Katz. Zudem habe der Anhänger geschrieben, dass Afghanistan erst „der Anfang“ sei.

Die USA verließen das Land nach 20 Jahren Krieg „gebrochen und geschlagen“, erklärt Al-Sawahiri in der Videobotschaft. Kein Wort sagt er hingegen zum dortigen Vormarsch der militant-islamistischen Taliban, die mit Al-Kaida verbündet sind. Die Anschläge vom 11. September seien „eine Verletzung“, wie sie die USA niemals erlebt hätten, sagt Al-Sawahiri.

Al-Kaida-Video am 11. September: Al-Sawahiri ist Nachfolger von Osama bin Laden

Die Annäherung mehrerer arabischer Staaten an Israel bezeichnet er als „Verrat“. Dabei handele es sich um einen „Kreuzzug“, der von Amerika angeführt werde: „Und Israel ist eines der wichtigsten Werkzeuge dieses Kreuzzuges.“ Die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, der Sudan und Marokko hatten sich im vergangenen Jahr mit Israel geeinigt, ihre diplomatischen Beziehungen zu normalisieren.

Der Ägypter Al-Sawahiri ist Nachfolger von Osama bin Laden, der als Kopf der Terroranschläge vom 11. September gilt. Bin Laden wurde 2011 in Pakistan von einer US-Spezialeinheit getötet. Die USA haben auf Al-Sawahiri ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar (rund 21 Millionen Euro) ausgesetzt. Fachleute gingen immer davon aus, dass er sich im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan versteckt. (tvd/dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare