Afghanistan

Zweimal lesen

  • schließen

Schulen in Afghanistan wurden im vergangenen Jahr dreimal so oft angegriffen wurden wie im Vorjahr. Deutschland schickt Flüchtlinge in dieses Land zurück. Ein Kommentar.

Es gibt Meldungen, die muss man zweimal lesen, um sie vollständig zu verstehen. Wenn Schulen in Afghanistan im vergangenen Jahr dreimal so oft angegriffen wurden wie im Vorjahr, dann ist das nicht verwunderlich. In dem Land kämpfen schließlich seit Jahren Aufständische gegen die Zentralregierung und ausländische Soldaten - auch deutsche.

Doch offensichtlich halten viele mit ihren Mitteln dagegen. Lehrerinnen und Lehrer etwa, die trotzdem Schülerinnen und Schüler unterrichten. 2015 übrigens neunmal mehr Kinder als noch 2001 zu Zeiten des Taliban-Regimes. Es gibt also einen Fortschritt in Afghanistan.

Zugleich fragt man sich allerdings, wie ein Frieden aussehen könnte, den derzeit US-Gesandte mit Vertretern der radikalislamischen Taliban vorbereiten. Und welchen Preis sind die USA bereit zu zahlen? Außerdem möchte man gerne wissen, wie die Bundesregierung zu dem Schluss kommen kann, in dieses Land Flüchtlinge zurückzuschicken? Kann es sein, dass die Verantwortlichen Meldungen über die zunehmende Zahl von Angriffen gar nicht lesen?

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare