USA

Zweifelhafter Militäreinsatz

  • Andreas Schwarzkopf
    vonAndreas Schwarzkopf
    schließen

Die Trump-Administration wird mit dem Manöver gegen Venezuela weder den dortigen Machtkampf beilegen, noch das Drogenproblem entscheidend beeinflussen. Ein Kommentar.

Das Vorgehen der Trump-Administration gegen Venezuela und dessen Präsidenten Nicolás Maduro kommt einem vor wie aus einem schlechten Film. Doch die Kriegsschiffe in Karibik und Pazifik sind real. Sie sollen den Schmuggel der kolumbianischen Kartelle unterbinden, mit denen Maduro angeblich zusammenarbeitet und die USA mit Drogen überschwemmt. US-Präsident Donald Trump wird so weder den politischen Machtkampf in Venezuela beenden, noch das Drogenproblem lösen. Mit dem Kopfgeld gegen den linksnationalistischen Staatschef wird die USA den Zwist zwischen Maduro und Juan Guaidó lediglich anheizen und vergiften, aber sicher nicht beilegen.

Und das Drogenproblem ist vielschichtig. Erinnert sei an die Opioid-Epidemie. Sie wurde ausgelöst durch US-Medikamente wie das verschreibungspflichtige Schmerzmittel Oxycontin. Seit 1999 sterben jährlich Tausende daran, 2016 waren es 40 000. Und das ist nur ein Aspekt.

Und solch komplexe Probleme will die Trump-Administration mit einem Militäreinsatz angehen? Sehr erfolgreich wird sie nicht sein. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare