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Zwei Wahlen, ein Problem

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Von: Jan Emendörfer

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Wiedergewählt: Victor Orban.
Wiedergewählt: Victor Orban. © Luka Dakskobler/imago

Ungarn nicht verlieren und Serbien gewinnen, diesen Kurs muss die EU nun fahren, und Orban und Vucic müssen irgendwann entscheiden, wer ihnen näher steht: Brüssel oder Moskau? Der Kommentar.

Osteuropas Nationalisten auf der Siegerstraße. So kann man die Wahlergebnisse in Ungarn und Serbien verkürzt zusammenfassen. Mit Viktor Orban in Budapest und Aleksandar Vucic in Belgrad sehen sich zwei Regierende in ihrem rechtskonservativen Kurs bestätigt.

Orban hat den Ukraine-Krieg geschickt genutzt, um sich als Garant zu positionieren, der Ungarn den Frieden sichert. Er trägt die EU-Sanktionen gegen Russland mit, lehnt aber nicht nur Waffenlieferungen an die Ukraine ab. Nicht zuletzt haben Orban milliardenschwere Wahlgeschenke geholfen.

So wie Orban beste Beziehungen zum Kreml pflegt, und zwischen Moskau und Brüssel geschickt laviert, versteht sich auch Serbiens Präsident Vucic gut auf eine Schaukelpolitik zwischen beiden Seiten und China.

Als Befürworter einer europäischen Integration wird Vucic von der EU unterstützt, aber auch schon jahrelange hingehalten. Ungarn nicht verlieren und Serbien gewinnen, diesen Kurs muss die EU nun fahren. Und Orban und Vucic müssen irgendwann entscheiden, wer ihnen näher steht: Brüssel oder Moskau?

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