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Der Danziger Bürgermeister Pawel Adamowicz ist seinen schweren Verletzungen erlegen.
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Der Danziger Bürgermeister Pawel Adamowicz ist seinen schweren Verletzungen erlegen.

Pawel Adamowicz

Ein Ziel, zwei Opfer

  • Ulrich Krökel
    VonUlrich Krökel
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Pawel Adamowicz ist tot. Der Attentäter trifft in Danzig nicht nur den Bürgermeister, sondern auch die Demokratie. Der Kommentar.

Man führe sich das Bild noch einmal vor Augen. Auf der Bühne steht ein Politiker, der sich für die Hilfsbereitschaft seiner Mitbürger bei einer berühmten Spendengala bedanken will. Es geschieht dort also das, was in Deutschland gelegentlich als Gutmenschentum verunglimpft wird. Und dann stürmt ein Mann mit einem Messer auf die Bühne und sticht auf den Gutmenschen ein. Politiker hätten ihn foltern lassen, ruft er von der Bühne.

Wohlgemerkt: Es ist noch unklar, ob der Mann in einem Wahn handelte oder ob er wusste, was er tat. Sicher ist hingegen, dass sein Hass auf Politiker nicht aus dem Nichts gekommen sein kann. Verbale Hassattacken gehören in Polen noch viel stärker zum politischen Alltag als in vielen anderen westlichen Demokratien. 

Es ist deshalb keineswegs übertrieben zu behaupten, dass eine Schreckenstat wie der Mord von Danzig in einem solchen Umfeld niemanden wundern sollte. Das aber heißt auch, dass die Stiche nicht nur den ebenso beliebten wie engagierten Bürgermeister ins Herz getroffen haben, sondern auch die Demokratie als solche.  

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