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Protest gegen neue Ordnung: Die Vereidigung Donald Trumps als US-Präsident wird von Protesten begleitet

Proteste und Vereidigung

Zeitenwende in Washington

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Die Demonstranten in Washington setzen ein starkes Zeichen gegen den neuen US-Präsidenten Trump. Es sieht nach einer Zeitenwende aus. Ein Kommentar.

Auf der Suche nach einer zivilgesellschaftlichen Antwort auf die globale Unordnung haben die Hundertausenden von Washington sowie in aller Welt eindrucksvolle Bilder geliefert. Protest als Trost für eine Welt, die aus den Fugen geraten ist. Der Noch-Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich dazu schon einmal auf die Tonlage einzustimmen versucht, die das für ihn neue Amt des Bundespräsidenten inzwischen wie eine Verlängerung des bisherigen erscheinen lässt. Mit der Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der USA sei die alte Welt des 20. Jahrhunderts endgültig vorüber, sagte Steinmeier. Welche Ordnungsvorstellungen sich nun durchsetzen würden, sei aber noch offen.

Der Nachsatz lässt die Vermutung zu, es komme ihm vor allem darauf an, sich mit geschichtsphilosophischer Zuversicht Mut zu machen. Tatsächlich erscheint der 20. Januar, an dem Donald Trump vereidigt wurde, als das Datum einer Zeitenwende, auf das nun einige politische Amtsträger zu reagieren versuchen. So jedenfalls muss man die Genehmigung israelischer Behörden verstehen, für den Ausbau weiterer jüdischer Siedlungen im annektierten Ostjerusalem grünes Licht zu geben. Im Zeitalter von Trump, Fake News und Co. scheint es noch immer darauf anzukommen, so schnell wie möglich Fakten zu schaffen.

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