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Wer eine Maske trägt verringert die Ansteckungsgefahr für andere.

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In Zeiten von Corona gilt: Rücksicht nehmen!

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Es gibt schöneres, als mit einer Maske vor dem Mund Bahn zu fahren oder zu shoppen. Doch wer sie trotzdem trägt, nimmt damit Rücksicht auf seine Mitmenschen. Ein Kommentar.

Keine Frage. Es gibt ein schöneres Gefühl, als mit einem Stofflappen über Mund und Nase in der Bahn zu sitzen oder shoppen zu gehen. Doch darum geht es nicht. Nehmen wir an, die Experten haben recht. Dann kann eine Maske oder ein Tuch vor dem Mund die Mitmenschen vor einer möglichen Ansteckung mit Sars-CoV-2 schützen. Ein wenig nur. Weitaus wirksamer und deshalb dringend aufrechtzuerhalten sind die Abstandsregeln und leider auch die Kontaktverbote. Doch es gibt Situationen, da ist Distanzhalten nicht möglich.

Maskentragen ist Rücksichtnahme. Gegenüber der Verkäuferin, dem Friseur, dem Fahrkartenkontrolleur, dem Sitznachbarn. Leider funktioniert das Prinzip der Freiwilligkeit nicht, wie ein Blick in die Fußgängerzonen zeigt. Maskentragen erinnert uns permanent daran, dass wir uns weiter in einem Ausnahmezustand befinden. Das ist wichtig. Auch für die jungen Menschen, die am Montag wieder in die Schulen gehen. Nichts ist normal. Die Geschäfte dürfen zwar wieder öffnen. Doch das Virus hat uns, vermutlich noch lange, im Griff. Und es ist alles andere als harmlos. 259 beatmungs- und intensivüberwachungspflichtige Patienten lagen am Montag in hessischen Krankenhäusern.

Hanaus Oberbürgermeister ist vorgeprescht. Das hätte nicht sein müssen. Auch der Frankfurter Rathauschef glaubte, sich profilieren zu müssen, und forderte am Dienstag früh eine Pflicht, die der Städtetag schon beschlossen hatte. Was für ein Quatsch. Hier geht es nicht um den Fang von Wählerstimmen. Hier muss es einzig um die Gesundheit der Bevölkerung gehen. Und darum, dass die Menschen mitziehen. In Wiesbaden ohne Maske in die S-Bahn steigen und am Frankfurter Hauptbahnhof mit aussteigen? Das wäre doch reichlich absurd.

Jetzt werden wir wohl demnächst alle mit einem Lappen im Gesicht einkaufen oder Bus fahren müssen. Lustig ist das nicht. Doch allemal besser, als dass die Infiziertenzahlen wieder steil ansteigen, die Lockerungen wieder einkassiert werden müssen. Machen wir das Beste draus, seien wir kreativ. Die Asiatinnen machen es uns vor: Masken können ein Modeaccessoire sein.

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