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Zeit für einen Neuanfang

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Von: Felix Huesmann

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Patricia Schlesinger, Ex-Intendantin des RBB, gegen die inzwischen ermittelt wird.
Patricia Schlesinger, Ex-Intendantin des RBB. © dpa

Die Journalistinnen und Journalisten des Senders rbb verlangen den Rücktritt der gesamten Führung des Hauses. Eine richtige Forderung. Wer Teil dieses Systems war, kann kein Teil der nötigen Veränderung sein. Der Kommentar.

Der Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) braucht dringend einen Neuanfang an seiner Spitze. Mit dem Rausschmiss der Skandal-Intendantin Patricia Schlesinger und dem Rücktritt des Verwaltungsratsvorsitzenden Wolf-Dieter Wolf ist das längst nicht getan. Der Fisch, so sagt man, stinkt vom Kopfe her. Doch das RBB-System aus Luxus für die Chefetage, geheimen Bonuszahlungen und gleichzeitigen Sparmaßnahmen im Programm, hat offenbar einige Köpfe.

Der Redaktionsausschuss, die Vertretung der Journalistinnen und Journalisten des RBB, hat den Rücktritt der gesamten Führung des Hauses verlangt. Eine richtige Forderung. Wer Teil dieses Systems war, kann kein Teil der nötigen Veränderung sein. Aufarbeitung schuldet der Sender nicht nur den Bürgerinnen und Bürgern, die ihn mit ihren Rundfunkbeiträgen finanzieren, sondern auch seinen Beschäftigten.

Die Redaktionen des RBB leisten wertvolle Arbeit, das RBB-Investigativteam trägt auch zur Aufklärung der Skandale des eigenen Senders bei. Diese Arbeit darf nicht länger durch Versagen an der Spitze in Misskredit gebracht werden. Ohne echten Wandel bei diesem Sender droht die Glaubwürdigkeit des öffentlich-rechtlichen Systems weiter beschädigt zu werden – weit über Berlin und Brandenburg hinaus.

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