UN-Klimagipfel

Die Zeit drängt

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Den drastischen Worten des UN-Generalsekretärs zum Beginn der Klimakonferenz müsste vor allem Europa Taten folgen lassen. Ein Kommentar.

Ein UN-Generalsekretär muss versuchen, mit Worten zu überzeugen. Und António Guterres wählte drastische, „Wenn wir nicht schnell unseren Lebensstil ändern, gefährden wir das Leben an sich“, sagte er zum Auftakt des UN-Klimagipfels in Madrid. Vor allem die Industrieländer, die die Atmosphäre seit über 100 Jahren mit gigantischen Mengen CO2 aufheizen, stünden in der Pflicht, die Emissionen schnell zu senken.

Das war, unter anderem, auf Europa gemünzt. Hier wurde bekanntermaßen die industrielle Revolution erfunden. Mit Spannung erwartete man denn auch den Auftritt der neuen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, die den Klimaschutz als eine der Hauptaufgaben ihrer Amtszeit definiert hat.

Und kommt alles das, was sie ankündigte, kann man hoffen, dass die EU zu ihrer früheren Rolle als Antreiberin des Klima-Prozesses zurückfindet. Sie versprach zum Beispiel einen „New Green Deal“, der schon nächste Woche vorgestellt werden soll - mit Investitionen in Billionenhöhe.

Was fehlte, war eine Ankündigung, wie stark das EU-CO2-Ziel für 2030 angehoben werden soll. Hier sitzen von der Leyen die Bremserländer aus Osteuropa im Nacken. Aber lange wird sie mit einem lapidaren „Wir sind bereit, unseren Beitrag zu leisten.“ nicht auskommen. Bericht S. 10

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