Arbeitsmarkt

Zeichen der Zeit erkennen

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Unternehmen werden trotz abkühlender Konjunktur nicht massenhaft Arbeitsplätze abbauen, sie müssen aber einiges tun, um sich zu wappnen. Ein Kommentar.

Man kann darüber streiten, was die größeren Probleme auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind: der Fachkräftemangel oder der Strukturwandel in Branchen, die lange der Schlüssel für den Erfolg des Standorts Deutschland waren. Beides sind Herausforderungen. Beides sollte in seinen Wirkungen nicht verwechselt werden mit denen konjunktureller Aufs und Abs.

Die Zeit immer neuer Rekordzahlen aus Nürnberg ist jedenfalls vorbei. Aber 2020 wird es auch keinen Stellenabbau auf breiter Front geben. Das hängt damit zusammen, dass nicht alle Zweige der Wirtschaft von der konjunkturellen Abkühlung erfasst sind. Und es hat mit dem Fachkräftemangel zu tun. Die meisten Firmen werden alles unternehmen, um ihre Beschäftigten zu halten.

Mit Kurzarbeit Zeiten konjunkturell bedingter Auftragsrückgänge zu überbrücken, scheint jetzt das Gebot der Stunde zu sein. Dieser Weg der Beschäftigungssicherung hat sich bewährt. Deshalb ist es wichtig, rasch ein Kurzarbeits-Erleichterungs-Gesetz auf den Weg zu bringen.

Die Arbeitgeber müssen zudem an ihrer Innovationskraft und ihrer Wettbewerbsfähigkeit arbeiten. Sie sollten rasch klären, welche Beschäftigten mit welchen Qualifikationen sie benötigen. Sie sollten eine Weiterbildungsoffensive starten. 

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