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Die Frankfurter Eintracht will keine Rechtspopulisten im Verein haben.

Fischer gegen AfD

Zeichen gesetzt

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Eintracht-Präsident Peter Fischer betont die richtigen Werte.

Peter Fischer hat ein Zeichen gesetzt. Der Präsident von Eintracht Frankfurt hat klargemacht, dass sein Verein für Weltoffenheit, Antirassismus in jedweder Form und Toleranz steht. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Aber in Zeiten, in denen die Alternative für Deutschland (AfD) 13 Prozent der Stimmen bei der Bundestagswahl bekommt und sich Teile der Gesellschaft von diesen Werten abwenden, war es Fischer ein Bedürfnis zu betonen, dass sie bei Eintracht Frankfurt aufgrund der Historie des Vereins in ganz besonderer Weise gelten.

Die „rassistischen und menschenverachtenden Tendenzen“, die Fischer in der AfD ausgemacht hat, wurden nur wenige Tage nach seinem vielbeachteten Interview wieder einmal offenkundig: Der Bundestagsabgeordnete Jens Maier bezeichnete Boris Beckers Sohn als „Halbneger“, die stellvertretende Bundesvorsitzende Beatrix von Storch schwadronierte von „barbarischen, muslimischen, gruppenvergewaltigenden Männerhorden“. Fraktionschefin Alice Weidel legte mit „marodierenden, grapschenden, prügelnden, Messer stechenden Migrantenmobs“ nach.

Jeder, der die AfD wählt, findet es entweder gut, was diese Politiker für menschenfeindliche Dinge von sich geben oder sie nehmen es stillschweigend hin. Fischer hat vollkommen Recht, wenn er solche Menschen nicht als Mitglieder bei der Eintracht haben möchte. Er wird natürlich niemanden auf sein Wahlverhalten hin überprüfen können, aber er hat klar abgesteckt, das Eintracht Frankfurt kein Verein für Menschen ist, die einen elementaren Bestandteil des Sports nicht verstehen: die Integration.

Auf dem Sportplatz ist es egal, woher man kommt, welche Hautfarbe man hat, welche religiöse oder sexuelle Gesinnung man hat. Man trägt das gleiche Trikot, gewinnt und verliert zusammen. Gerade zugewanderte Menschen finden in Sportvereinen Halt, Freunde und erfahren ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das sie auch im Alltag stärkt. All das, was die AfD offensichtlich nicht will.

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