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Kerzen, eine Engelsfigur und persönliche Trauerbekundungen liegen in der Nähe des Leichenfundortes von Susanna.

Mordfall Susanna

Gewalttäter gibt es überall: Was zählt, ist die Tat

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Bei dem Mord und der Vergewaltigung der Schülerin Susanna spielen Kultur und Religion des Verurteilten keine Rolle. Der Kommentar. 

Die Richter in Wiesbaden haben es sich nicht leicht gemacht. An 16 Verhandlungstagen hörten sie sehr viele Zeugen, um ein Bild gewinnen zu können von der Persönlichkeit und den Umständen des Todes der 14 Jahre alten Susanna, der viele Menschen im Land bewegt hatte. Sie haben sich Zeit gelassen, obwohl Ali B. die Tat vorab gestanden hatte. Die Vergewaltigung aber nicht. Die ist nun bewiesen.

Gut so. Die Vergewaltigung ist nicht nur für das gerechtfertigte Strafmaß entscheidend, sondern auch für das Andenken an das Mädchen. Das ist sehr wichtig für die Mutter, die sich in dem Verfahren zu Recht großen Respekt erworben hat.

Lesen Sie hier über den Fall Susanna

Betont haben die Richter auch, dass Kultur und Religion des Angeklagten keine Rolle spielen. Eine wichtige Ermahnung an jene, die sich in ihren Vorurteilen gegenüber Fremden durch den Wiesbadener Fall bestätigt fühlen. Kriminelle und gewalttätige Räuber gibt es in jedem Land, in jeder Kultur. Ali B. ist ein frauen- und menschenverachtender, brutaler Täter, wie es sie überall auf der Welt gibt. Leider.

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