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CSU im Würgegriff des Machtkampfs

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Von: Daniela Vates

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Der eine kann sich nicht entscheiden, wann er gehen soll. Der andere hält es für ausgemacht, dass nur er an der Spitze stehen wird: Horst Seehofer, Markus Söder (l.)
Der eine kann sich nicht entscheiden, wann er gehen soll. Der andere hält es für ausgemacht, dass nur er an der Spitze stehen wird: Horst Seehofer, Markus Söder (l.) © dpa

Horst Seehofer und Markus Söder lähmen die Christsozialen mit ihrem Machtkampf und schaden der Partei.

Der Streit in der CSU um Parteivorsitz und Ministerpräsidentenamt geht in die nächste Runde. Der Partei bleibt auch nichts anderes übrig: Der Machtkampf zwischen Horst Seehofer und Markus Söder hat ihr genauso geschadet wie zuvor der unionsinterne Zwist zwischen Seehofer und Angela Merkel um die Flüchtlingspolitik.

Die Auseinandersetzung in der CSU hat noch eine wenig demokratische Komponente: Seit Jahren halten beide die Partei mit ihrem Streit im Würgegriff. Der eine kann sich nicht entscheiden, wann er gehen soll. Der andere hält es für ausgemacht, dass nur er an der Spitze stehen wird.

Beide betrachten ihre Partei als Gutshof, auf dem sie nach Belieben Schalten und Walten können. Es geht so weit, dass die CSU um ihre Existenz fürchten muss, wenn Söder bei der Nachfolgeregelung leer ausgehen sollte. Dass beide darauf hinweisen, dass die CSU nur als Team gewinnen könne, sind hohle Worte.

Es ist gut für die CSU, wenn sie versucht, sich zusammenzuraufen. Der Zeitpunkt, dies glaubwürdig zu tun, ist schon lange verpasst. In die Landtagswahl im kommenden Herbst wird die Partei gerupft gehen. Die blauen Augen kann man bis dahin nur sehr notdürftig überschminken. 

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