Studium

Wohnheime bauen!

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Bund und Länder müssen mehr Wohungen für Studenten bauen, um auch auf diesem Wege dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken

Die Zahl der Studierenden hat stark zugenommen, die der Wohnheimplätze nur leicht. Die steigenden Mieten auf dem freien Markt sorgen zugleich dafür, dass die Wahl des Studienortes zu einer sozialen Frage wird. Kann die Tochter oder der Sohn einer Kassiererin aus Bottrop den Wunschstudienplatz auch dann leisten, wenn er in München liegt? Oder muss auf eine naheliegende Uni ausgewichen werden, um während des Studiums zu Hause wohnen bleiben zu können?

„Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen“, heißt es im Grundgesetzes. In einer Hochschullandschaft, in der die Studiengänge immer spezieller geworden sind, gibt es das gewünschte Studium womöglich nur an einem Ort. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass die hohen Mieten in Unistädten bis in die Mittelschicht hinein jungen Menschen ganz vom Studium abschrecken.

Deutschland kämpft mit Fachkräftemangel. Jeder Euro, der in Wohnheimplätze mit fairen Mieten fließt, ist gut investiert. Bund und Länder sollten jetzt handeln. Gemeinsam. 

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