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Demonstration in Berlin gegen Corona-Schutzmaßnahmen

Wo die wahre Gefahr für die Freiheit liegt

  • Daniela Vates
    VonDaniela Vates
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Wer wegen seiner Gesundheitsüberzeugungen mit Rechtsextremen, Reichsbürgern und anderen Demokratieverächtern marschiert, muss sich die Frage stellen, von wem er sich da vereinnahmen lässt. Ein Kommentar.

In einer Zeit, in der Abstandhalten als beste Möglichkeit gilt, sich nicht mit einem Virus anzustecken, das tödlich sein kann, verzichteten die Protestierer auf Distanz und Mundschutz. In ihrer Logik ist das nachvollziehbar. Das Virus gibt es nach Ansicht der Demonstranten entweder nicht oder es stellt keine Gefahr dar.

Die wahre Gefahr sei eine andere: Menschenrechte und Freiheit stünden auf dem Spiel. Das kann man meinen. Man kann Hunderttausende Corona-Tote und Millionen Infizierte als Klacks abtun oder als Märchen. Man kann seine eigene Unlust aufs Maskentragen und auch die Überzeugung von deren mangelndem Nutzen über die Sorge anderer vor einer Ansteckung stellen. Von Rücksichtnahme allerdings sollte man dann nicht mehr sprechen. Freiheit endet nicht an der eigenen Nasenspitze, sondern gilt auch für die anderen.

Wer wegen seiner Gesundheitsüberzeugungen mit Rechtsextremen, Reichsbürgern und anderen Demokratieverächtern marschiert, muss sich die Frage stellen, von wem er sich da vereinnahmen lässt. Die, die da die Reichskriegsflagge schwenken, Journalisten anpöbeln, führen Meinungs- und Pressefreiheit und Demokratie nur als hohle Worte im Mund. Wenn es eine Gefahr gibt für die Freiheit, dann liegt sie hier.

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