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Um die Macht der US-Waffenlobby zu brechen, werden die Demonstranten einen langen Atem brauchen.
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Um die Macht der US-Waffenlobby zu brechen, werden die Demonstranten einen langen Atem brauchen.

USA

Aus Wut wird Bewegung

  • Karl Doemens
    vonKarl Doemens
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Die Schüler aus Parkland haben ihren Schrecken in eine Energie umgewandelt, die höchsten Respekt verdient. Doch um die Macht der Waffenlobby zu brechen, werden sie einen langen Atem brauchen. Unser Kommentar.

Sie mussten um ihr Leben fürchten. Sie haben Freunde und Lehrer verloren. Die 14- bis 18-jährigen Schüler aus Parkland haben das Grauen erlebt. Doch ihre Trauer und ihre Wut haben sie in eine Energie umgewandelt, die höchsten Respekt verdient. Während die Generation ihrer Eltern vor der alltäglichen Waffengewalt in den USA kapitulierte, haben die Jugendlichen eine beispiellose Protestwelle angestoßen. 

Das macht Mut. Aber noch ist die mächtige Waffenlobby nicht besiegt, die Verklärung des Gewehrs als Freiheitssymbol und Garant der Selbstverteidigung nicht überwunden. Vom derzeitigen Kongress ist keine Hilfe zu erwarten. Die Aktivisten müssen einen langen Atem haben. Etwas verändern werden sie nur, wenn sich ihr Idealismus bei den Kongresswahlen in Stimmen umwandelt. 

Die Voraussetzungen sind nicht schlecht. Dass sich die Schüler der parteipolitischen Vereinnahmung entziehen, bietet die Chance, auch ins republikanische Lager hineinzuwirken. Andererseits birgt die Beschränkung des gesellschaftlichen Protests auf den Waffenbesitz ein Risiko: Leicht könnte sich bis zum November vom Iran-Konflikt bis zur Einwanderungspolitik ein anderes Thema in den Vordergrund drängen. Für die Opfer des Waffenwahns blieben dann erneut nur „Gedanken und Gebete“. 

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