Der Bahn muss trotz Corona-Krise vieles ändern, damit sie als klimafreundliches Verkehrssystem in Fahrt kommt.
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Der Bahn muss trotz Corona-Krise vieles ändern, damit sie als klimafreundliches Verkehrssystem in Fahrt kommt.

Mobilität

Wir brauchen eine Bahn 2.0

  • Frank-Thomas Wenzel
    vonFrank-Thomas Wenzel
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Der Schienenkonzern muss trotz der drastischen Folgen der Corona-Krise vieles ändern, damit die Eisenbahn als klimafreundliches Verkehrssystem in Fahrt kommt.

Die Corona-Krise hat die Bahn arg gebeutelt. Der Staatsbetrieb wird in diesem Jahr so tief wie noch nie in die roten Zahlen rutschen. Die Bundesregierung wird den Konzern raushauen mit einer Erhöhung des Eigenkapitals. Wobei die Pandemie zwar vorübergehen wird, doch sie wird Langzeitfolgen für die DB haben.

In den vergangenen Jahren Versäumtes bei Gleisen, Brücken und Signaltechnik muss für viel Geld nachgeholt werden. Neue Züge werden gebraucht. Gleichzeitig muss Konzernchef Richard Lutz in den nächsten vier Jahren wegen der hohen Verschuldung eine Finanzierungslücke von vier Milliarden Euro schließen. Das geht nur, wenn in der Belegschaft heftig umgekrempelt wird. Stellenstreichungen und schlechtere Arbeitsbedingungen drohen.

Wir brauchen eine Bahn 2.0, die sich aus internationalen Abenteuern verabschiedet und die Infrastruktur vom Fahrbetrieb trennt. Das Schienennetz lässt sich nicht betriebswirtschaftlich betreiben, das muss eine staatliche Gesellschaft machen, die allen Anbietern von Personenbeförderung und Gütertransport die Nutzung der Gleise zu fairen Bedingungen anbietet. Beim Fahrbetrieb wird so Wettbewerb möglich. Den brauchen wir, damit die Eisenbahn als klimafreundliches Verkehrssystem in Fahrt kommt.

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