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Frank-Walter Steinmeier hält Kurs.

Israel

Wieder im Lot

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Bei seinem Israel-Besuch hat Frank-Walter Steinmeier Kurs gehalten, ohne Premier Benjamin Netanjahu zu düpieren und ohne Protagonisten der Zivilgesellschaft im Stich zu lassen. Ein Kommentar.

Mit Bedacht ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei seinem Israel-Besuch durch politische Untiefen gesteuert. Er hat Kurs gehalten, ohne Premier Benjamin Netanjahu zu düpieren und ohne Protagonisten der Zivilgesellschaft im Stich zu lassen, die von den Nationalrechten beschimpft werden. Er hat sich weder Verweise auf „völkerrechtliche Siedleraktivitäten“ verkniffen, noch Kritik an Netanjahus Ausladung von Sigmar Gabriel, weil der auf einem Treffen mit „Breaking the Silence“ bestand. All dies hat er in so viel Wertschätzung für Israel und in deutsche Demut angesichts der NS-Vergangenheit eingepackt, dass Netanjahu nicht widersprechen mochte.

Seine Rede in einer Uni verdient auch in Deutschland Gehör: „Sprechverbote helfen nicht.“ Vor Kampagnen zu kuschen, die eine Absage von Veranstaltungen zum Thema „fünfzig Jahre israelische Besatzung“ erzwangen, steht im Widerspruch dazu. Pro Israel zu sein, heißt nicht, sich der dortigen Regierung anzupassen. Steinmeier hat es anders gemacht und sich als Israel-Freund erwiesen.

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