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Der äthiopischen Premier Abiy Ahmed.

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Der Friedensnobelpreis für den äthiopischen Premier Abiy Ahmed ist eine Wette auf die Zukunft, weil das Land vor großen Herausforderungen steht. Der Kommentar.

Der Friedensschluss mit dem Nachbarland Eritrea ist eine seiner bislang größten Leistungen. Und es ist gut, dass sie international gewürdigt wird. Der Friedensnobelpreis, den Äthiopiens Premier Abiy Ahmed an diesem Dienstag in Oslo verliehen bekommt, ist jedoch vor allem eine Wette auf die Zukunft. Dem Komitee ging es darum, einem Regierungschef den Rücken zu stärken, der noch viel Frieden bringen kann.

Innerhalb kürzester Zeit hat der 43-Jährige in seinem Land eine Reformdynamik entfacht, die in Afrika ihresgleichen sucht. Äthiopien ist dabei, sich von einem Sorgenkind des Kontinents zu einer aufstrebenden Nation zu entwickeln und dabei auch wirtschaftlich Boden gutzumachen.

Die ermutigenden Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit werden jedoch von vielen Fragezeichen begleitet. Der Öffnungskurs von Abiy Ahmed stößt auf Widerstände. Die Sicherheitslage im Land ist angespannt. Wie viel Format dieser Friedensnobelpreisträger wirklich hat, wird sich relativ rasch zeigen. Abiy Ahmed steht vor großen Bewährungsproben.

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