Kommentar

Wettstreit als Chance

  • Marina Kormbaki
    vonMarina Kormbaki
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Da war doch was: Die CDU hat immer noch keinen neuen Vorsitzenden. Im Krisentrubel der Pandemie ging das unter. Der Kommentar.

Die Anwärter trafen am Samstag in Berlin aufeinander, um per Livestream den Nachwuchs von der Jungen Union von sich zu überzeugen.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet gab den Macher, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz den Umkrempler und Außenpolitiker Norbert Röttgen den Aufrüttler. Alle beteuerten ihren Einsatz für die Anliegen der Jungen. In der Sache liegen sie nicht weit auseinander. Im Temperament aber zeigen sich Unterschiede. Mitunter trat Laschet so energisch und – gegenüber Röttgens düsterer Bilanz der CDU-Digital- und Bildungspolitik – kritisch auf, dass er seinen Kontrahenten fast die Show stahl.

Der CDU und ihrem Parteinachwuchs ist es mit einem innovativen Format und Lust auf Kontroverse gelungen, den Fokus auf den parteiinternen Wahlkampf zu lenken. Einige führende Christdemokraten scheuen ihn, weil sie um den Zusammenhalt der Partei fürchten. Doch der Wettstreit ist eine Chance: Er kann die Partei um neue Impulse bereichern, die sie dringend braucht.

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