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Weltfonds: Für den Schutz von Elefanten und Giraffen müssen alle einzahlen

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Tiere lassen sich besser schützen, wenn auch die Interessen von menschlichen Nachbarn berücksichtigt werden. Der Kommentar.

Der Beschluss von 183 Regierungsvertretern in Genf, den Elfenbeinhandel auch künftig nicht zu öffnen und Giraffen endlich unter Schutz zu stellen, wird zu Recht mit Erleichterung aufgenommen: Wer kann schon gut heißen, dass man aus den Stoßzähnen von Elefanten Ornamente schnitzt oder aus dem Fell aussterbender Langhälse Stiefel schneidert?

Trotzdem müssen die Einwände aus dem südlichen Afrika gegen die Handelsverbote ernst genommen werden. Tag für Tag nehmen in der Nähe von Wildreservaten lebende Afrikaner Unbill in Kauf: Ihre Ernte wird beispielsweise zertrampelt. Viele der Wildgebiete könnten mit ökonomischem Nutzen in Felder oder zu Stauseen verwandelt werden.

Doch wenn das passiert, schreien als Erste die Europäer auf. Im Norden ist es selbstverständlich, dass der Süden für den Schutz unserer Mitkreatur aufkommt: Wir haben ja schon alles vernichtet. Dabei muss ein globaler Naturschutz-Fonds her, in den auch der Rest der Welt einzahlt. Denn nur so werden die letzten Dickhäuter und Langhälse gerettet werden können.  

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