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Auch Zigarettenstummel enthalten Plastik - und landen zuhauf in die Umwelt.

Müll-Entsorgung

Die Welt als Aschenbecher

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Kippen-Reste sind der häufigste Plastikmüll überhaupt. Es wäre richtig, die Tabakindustrie für die Entsorgung mitzahlen zu lassen. Leider hat der Vorstoß einen Haken. Der Kommentar.

Die Tabakindustrie soll für die Entsorgung von Kippenresten zur Kasse gebeten werden. So will es Umweltministerin Svenja Schulze (SPD). Richtig so! Denn Kippen sind auf der Straße nicht nur ein ästhetisches Problem.

Über sie geraten massenhaft giftige Chemikalien in die Landschaft und Weltmeere. Kippen sind der häufigste Plastikmüll überhaupt – sehr viel häufiger als Plastiktüten. Die ganze Welt: ein großer Aschenbecher! 

Außerdem können sich die Tabakkonzerne nicht darauf zurückziehen, dass es ja die Menschen und nicht sie sind, die Kippen in der Landschaft entsorgen: Wer ein Wegwerfprodukt herstellt, kann nicht alle Gewinne daraus einstecken, aber bei den Folgekosten für Umwelt und Gesellschaft so tun, als ginge einen das nichts an.

Diese Zeiten sind vorbei! So richtig der Vorstoß auch ist – so gering ist leider seine Chance auf Umsetzung. Die CDU hat den Vorschlag bereits als „absurd“ abgelehnt. Ob diese Haltung wohl irgendetwas mit dem langjährigen Auftritt der Tabakindustrie als Sponsor von Parteiveranstaltungen zu tun hat? 

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