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  • Andreas Schwarzkopf
    vonAndreas Schwarzkopf
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Die Vereinten Nationen sind vieles, verzichtbar sind sie nicht. Ein Kommentar.

Die Vereinten Nationen erreichen nicht alle ihre Ziele, sind fehlbar, sind in viel zu vielen Krisen machtlos und müssten dringend reformiert werden. Aber verzichtbar sind die UN nicht. Ohne das Welternährungsprogramm würden noch mehr Menschen hungern, ohne die Weltgesundheitsorganisation wäre nicht nur die Corona-Krise noch schlimmer verlaufen.

Die UN haben nun mal nur so viel Macht, wie ihnen die einflussreichen Staaten zugestehen. Der Staatenbund ist eben keine Weltregierung mit Institutionen, die die Beschlüsse der UN durchsetzen. Es ist ein Gremium, in denen die Staaten dieser Welt miteinander reden und Beschlüsse fassen. Wenn aber in einem Konflikt nicht alle UN-Staaten mitziehen, dann ist die Institution UN gelähmt.

Wer also die UN für deren Machtlosigkeit kritisiert, müsste die Regierungen in den Hauptstädten dieser Welt für deren Fehlverhalten anklagen. Oder er muss dabei helfen, den Einfluss der UN weiter auszubauen, auch wenn das ein langwieriger Prozess ist. Es lohnt sich. Das zeigen die ersten 75 Jahre.

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