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Indexmieten: Weg aus der Zwickmühle

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Von: Johanna Apel

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Wer einen Indexmietvertrag hat, der die Miete an die Inflation koppelt, muss nun mit einem doppelten Kostenschock rechnen.
Wer einen Indexmietvertrag hat, der die Miete an die Inflation koppelt, muss nun mit einem doppelten Kostenschock rechnen. © Kira Hofmann/dpa

Die Politik muss bei Indexmieten gegensteuern - zumindest neue Verträge lassne sich stärker regulieren. Der Kommentar.

Die Frage nach günstigem Wohnraum spitzt sich immer weiter zu. Sorgen sich viele Mieterinnen und Mieter schon wegen der hohen Energiepreise vor dem Gang zum Briefkasten, wird es für manche sogar noch heftiger. Wer einen Indexmietvertrag hat, der die Miete an die Inflation koppelt, muss nun mit einem doppelten Kostenschock rechnen.

Nun stimmt einerseits, dass diese Verträge nicht vom Himmel gefallen sind. Sie wurden von beiden Parteien einvernehmlich beschlossen und hatten – zumindest bei niedrigen Inflationsraten – durchaus Vorteile für Mietende. Schließlich waren die Kosten weder an eine feste Staffel- noch an die ortsübliche Vergleichsmiete gebunden und konnten somit günstiger sein.

Zur Wahrheit gehört aber andererseits, dass wir es mit einer Teuerung zu tun haben, die die Inflationsraten der vergangenen Jahrzehnte in den Schatten stellt. Damit eine solche Zwickmühle gar nicht erst entsteht, muss die Politik gegensteuern. Zwar ist bei bestehenden Verträgen das Kind schon in den Brunnen gefallen, doch Neuverträge könnten stärker reguliert werden.

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