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Es wird in den kommenden Monaten heftige Debatten über das neue EU-Budget geben.

EU-Finanzplan

Warum Europa tiefer in die Tasche greifen muss

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Wenn die EU eine größere Rolle in der Welt spielen, ihre Wirtschaftskraft wahren und ihre Bürger besser schützen will, muss sie sich anstrengen - auch finanziell. Unser Kommentar zum EU-Finanzplan.

Zu den Baustellen der Europäischen Union ist am Mittwoch eine weitere hinzugekommen: Es geht um die künftige Finanzausstattung der Gemeinschaft.

Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) hat seine Vorschläge für den Zeitraum von 2021 bis 2027 präsentiert. Dann wird der Nettozahler Großbritannien die EU verlassen haben. Gleichzeitig wachsen die Aufgaben der Union. Kein Wunder, dass Oettinger an die EU-Staaten appelliert, mehr Geld zu überweisen.

Es ist gut, dass sich die beiden wichtigsten EU-Staaten Deutschland und Frankreich in dieser Frage bereits positioniert haben: Sie sind zu höheren Beiträgen bereit, wenn die Union stärker auf die künftigen Aufgaben ausgerichtet wird.

Es wird in den kommenden Monaten heftige Debatten über das neue EU-Budget geben. Österreich oder die Niederlande etwa wollen ohne Mehrausgaben auskommen. Auch sie werden am Ende springen müssen.

Wenn Europa eine größere Rolle in der Welt spielen, seine Wirtschaftskraft wahren und seine Bürger besser schützen will, muss es sich anstrengen. Auch finanziell.   

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